Kaum Lohn trotz guter Leistungen

An den Schweizer Nachwuchs-Hallenmeisterschaften in Magglingen glänzen die zehn Starter des LC Brühl mit vielen persönlichen Bestleistungen. Im nationalen Vergleich werden die guten Auftritte allerdings nur schlecht entlöhnt.

Chantal Bürge
Drucken
Patricia Sieber (Bild: Martin Steger)

Patricia Sieber (Bild: Martin Steger)

LEICHTATHLETIK. Über 1000 m bei den U18-Männern wurde Pascal Kühne auf dem Weg zu einer Medaille 100 m vor dem Ziel von seinem Konkurrenten aus der Bahn gestossen. Dieses unsportliche Verhalten wurde zwar mit der Disqualifikation geahndet. Für Pascal Kühne war dies jedoch kein Trost. Als Saisonschnellster über 800 m hatte er sich Chancen auf den Titel über 1000 m ausgerechnet. Am Ende ging er leer aus. Auch das 1000-m-Rennen von Matthias Barth in der Kategorie U20, das er auf dem vierten Rang beendete, konnte diese Enttäuschung nicht wettmachen.

In der Kategorie U20 bei den Frauen zeigte Salomé Kora starke Leistungen über 60 und 200 m. In 7,79 gewann sie ihren Vorlauf über 60 m und qualifizierte sich für den A-Final. Dort lief sie in 7,95 auf den achten Platz. Svenja Troy verpasste in 8,34 den Final lediglich um einige Hundertstelsekunden.

Nyffenegger im A-Final

U18-Athletin Anja Bischof qualifizierte sich über 60 m in 8,16 knapp nicht für den Final. In ihrer Spezialdisziplin 200 m lief sie dann aber in guten 26,37 in den B-Final und klassierte sich auf dem sechsten Schlussrang. Der einzige männliche Brühler Sprinter Benjamin Amiel lief in der Kategorie U18 über 60 m bis auf vier Hundertstelsekunden an seine persönliche Bestleistung heran, trotzdem verpasste er den Final. Hürdenläuferin Michelle Nyffenegger lief mit 8,83 in den A-Final. Dort klassierte sie sich in 8,93 auf Rang vier.

«Ein gutes Gefühl holen»

Philipp Tschenett, zurzeit im Militär, war aufgrund des geringeren Trainingsumfangs mit seinem Resultat im Kugelstossen der Kategorie U20 zwar zufrieden, hatte sich aber mehr erhofft. Mit sechs konstanten Stössen und einer Bestweite von 13,87 m wurde er Fünfter. «Da ich weiss, dass ich im Moment nicht ideal trainieren kann, war es mir wichtig, ein gutes Gefühl für die Sommersaison zu holen – und das konnte ich.»

Auch die Saisonbeste im Weitsprung, Alina Tobler, hatte mit einer schwierigen Ausgangslage zu kämpfen. Nachdem sie erst am Vortag aus dem Skilager zurückkehrt war, fehlte ihr in der Kategorie U16 die Schnelligkeit, um an ihre zuletzt guten Leistungen anzuknüpfen. Mit 4,89 m belegte sie den sechsten Platz. Patricia Sieber – im Dreisprung auf Rang acht – und ihre Trainingskollegin Svenja Oswald hatten in der U20-Kategorie im Weitsprung mit dem Anlauf zu kämpfen und klassierten sich unter ihren Erwartungen.

Für die beste Leistung eines St. Galler Athleten war in der Kategorie U16 Jan Knop vom TV St. Gallen-Ost verantwortlich. Dank sehr guten 6,09 m holte er sich den Meistertitel im Weitsprung. Dies, nachdem er sich in 7,55 für den A-Final über 60 m qualifiziert hatte. Dort wurde er Siebter.

Aktuelle Nachrichten