Kaum eine Vorstellung verpasst

Mit Patrick Weyermann als neuem Präsidenten startet Kultur am Tannenberg zeigt (Katz) dieses Wochenende in die Saison. Die Anlässe sind mittlerweile mehr als nur Vorstellungen, die OZ-Aula ist zum Begegnungsort geworden.

Johannes Wey
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Patrick Weyermann ist der neue Präsident von Kultur am Tannenberg zeigt. Zum Saisonauftakt ist morgen das Komikerduo Podewitz zu Gast. (Bild: Urs Bucher)

Patrick Weyermann ist der neue Präsident von Kultur am Tannenberg zeigt. Zum Saisonauftakt ist morgen das Komikerduo Podewitz zu Gast. (Bild: Urs Bucher)

Herr Weyermann, Sie sind Geschäftsleitungsmitglied bei der Cromatech und ein vielbeschäftigter Mann. Wie finden Sie Zeit, einen Kulturverein zu präsidieren?

Patrick Weyermann: Mir macht es Freude, mit unserem Team zusammenzuarbeiten. Die Arbeit für Kultur am Tannenberg zeigt (Katz) ist ein Ausgleich für mich. Dabei kann ich abschalten und mich auf etwas völlig anderes konzentrieren. Das ist ein Teil meiner Balance und Motivation.

Erst vor einem Jahr wurde an dieser Stelle ein neuer Katz-Präsident vorgestellt. Wieso war der Posten wieder frei?

Weyermann: Der Katz-Vorstand arbeitet ehrenamtlich und mit grossem Engagement. Da ist es etwas vom wichtigsten, dass die Harmonie im Team stimmt. Das war im vergangenen Jahr nicht immer der Fall.

Wie geht es dem Verein?

Weyermann: Wir dürfen nach wie vor auf ein treues Stammpublikum von 70 bis 80 Zuschauern pro Abend zählen. Wir bekommen von den Gästen viele positive Rückmeldungen. Ausserdem kann ich mit einem sehr guten Vorstand zusammenarbeiten. Was mich besonders freut, ist, dass die Katz-Abende mittlerweile für viele Besucher mehr sind, als bloss eine Vorstellung. Sobald die Bar um 19.15 Uhr öffnet, sind schon viele Gäste da, weil sie die Gelegenheit für einen Schwatz nutzen wollen.

Wann haben Sie die letzte Vorstellung verpasst?

Weyermann: In meinen fünf Jahren im Vorstand noch keine. Mitglied bin ich seit der Gründung vor über zehn Jahren und ich habe die meisten Anlässe besucht.

Bleibt das Katz-Konzept auch in der neuen Saison dasselbe?

Weyermann: Weitgehend. Wir wollen keine zu schwere Kultur, auch wenn uns ein hohes Niveau wichtig ist. Neu ist, dass wir die Abende wenn möglich unter ein Patronat stellen wollen. Für einen Abend haben wir schon einen Sponsor gefunden. Wer das ist, kann ich noch nicht sagen.

Trägt das neue Programm Ihre Handschrift?

Weyermann: Es soll nicht die Handschrift des Präsidenten, sondern des Vorstands sein. Wir sind neun Leute. Wir brauchen jeden einzelnen, um etwas auf die Beine stellen zu können.

Auf welchen Programmpunkt freuen Sie sich besonders?

Weyermann: Auf Armin Fischer am 20. November bin ich besonders gespannt. Er verbindet Humor mit grossem Können am Piano.