Katzen sind nicht die Hauptursache

Noch ist der Kuckuck in St. Gallen Ausgabe vom 24. Juni 2014

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Unsere Beobachtung der Vogelpopulation steht in krassem Gegensatz zur Annahme der Voliere-Gesellschaft, dass Katzen als Hauptursache für den Rückgang der Artenvielfalt in der Stadt verantwortlich sein sollen. Zum Beispiel: Unsere vier norwegischen Waldkatzen (exzellente Jäger) erwischen pro Jahr höchstens ein bis zwei Jungvögel, die vermutlich sowieso keine Überlebenschance gehabt hätten. Sie jagen dafür um so mehr Mäuse, welche auch viel leichter zu erwischen sind. Wir füttern die Vögel ganzjährig mit artgerechtem Futter. Seither beobachten wir eine gesunde Population an kräftigen Jungvögeln. Zusätzlich ist es immens wichtig, Gärten nicht so «Persil-rein» herauszuputzen. Insekten, als Hauptnahrung der Vögel, haben hier sonst keine Lebensgrundlage.

Vera Stutz

Sandrainstrasse 21, 9010 St. Gallen

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