KANTONSRAT ST.GALLEN: Regierung setzt sich bei der SBB für Drittverkaufsstellen ein

SBB-Reisende sollen im Kanton St.Gallen auch in Zukunft Billette bei privaten Stationshaltern, Post oder Migrolino kaufen können. Regierungsrat Bruno Damann setzt sich bei der SBB-Spitze für die Beibehaltung der Drittverkaufsstellen ein.

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Regierungsrat Bruno Damann will sich bei der SBB-Spitze für die Beibehaltung der Drittverkaufsstellen für Billette einsetzen. (Bild: mkn)

Regierungsrat Bruno Damann will sich bei der SBB-Spitze für die Beibehaltung der Drittverkaufsstellen für Billette einsetzen. (Bild: mkn)

Dies sagte der CVP-Regierungsrat am Montag im St.Galler Kantonsrat in der Diskussion über die Interpellation «Rückzug der SBB von den lokalen Dritt-Verkaufsstellen». Die Fraktionen erkundigten sich im Vorstoss gemeinsam nach der Haltung der St.Galler Regierung zum Entscheid der SBB, den Billettverkauf durch Dritte auf Anfang 2018 einzustellen.

Vom «Leistungsabbau der SBB auf dem Lande» wäre die Ostschweiz besonders betroffen. Von den 52 Drittverkaufsstellen befinden sich 20 in den Kantonen St.Gallen und Thurgau. «Ich werde mit einem schweren Paket nach Zürich reisen», sagte Damann, der sich am Montagabend mit der SBB-Spitze trifft. Er werde alles daran setzen, dass nicht alle der neun im Kanton St.Gallen betroffenen Drittverkaufsstellen so schnell geschlossen werden. Er könne aber, genauso wenig wie der Bundesrat, Einfluss auf die operativen Geschäfte der SBB nehmen.

Die SBB erhofft sich von der Schliessung der Drittverkaufsstellen Einsparungen von 5 Mio. Franken; dem gegenüber stehen Einnahmen von 11,9 Mio. Franken. Eine parlamentarische Arbeitsgruppe forderte die SBB auf, das bisherige bewährte System beizubehalten. Die Fraktionen des St.Galler Kantonsrat reichten in der vergangenen Septembersession eine Interpellation ein. (sda)