Kantons-Personal will wegen Lohnkürzung auf die Strasse

ST.GALLEN. Die Personalverbände lehnen die von der Regierung des Kantons St.Gallen am Freitag bekanntgegebenen Lohnkürzungen ab. Sie wollen dagegen protestieren, dass das Personal die verfehlte Finanz- und Steuerpolitik ausbaden muss und die Öffentlichkeit am 15. November mit einer grossen Kundgebung auf diesen Missstand aufmerksam machen.

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"Die Personalverbände und die Gewerkschaften sind nicht bereit, diese Kürzung kommentarlos hinzunehmen. Sie protestieren dagegen, dass das Personal für eine verfehlte Finanz- und Steuerpolitik bluten muss", heisst es in einem Communiqué der Personalverbändekonferenz des Kantons St. Gallens. Das Personal weise darauf hin, dass die Einkommenseinbussen weiter gehen würden als die nun angekündigte Lohnkürzung. "Weil ab 2013 aus demografischen Gründen auch die Abzüge für die Pensionskassenbeiträge erhöht werden müssen, werden die Staatsangestellten nächstes Jahr zwischen 2 und 2,5 Prozent weniger Geld im Portemonnaie haben."

Die St.Galler Regierung hat am Freitag bekannt gegeben, dass das vom Kantonsrat erzwungene zusätzliche Sparpaket nun auch auf dem Buckel des Staatspersonals umgesetzt wird. Den Staatsangestellten mit Einkommen über 60'000 Franken werden im Jahr 2013 die Löhne um 1,5 Prozent gekürzt.

Seit inzwischen 15 Jahren würden die Sparanstrengungen des Kantonsrats regelmässig das Personal treffen. "Die Stellen werden trotz zunehmenden Aufgaben nicht aufgestockt, die Löhne wurden real nicht erhöht. Diese Woche hat der Kantonsrat auch noch den Lehrkräften jede Entlastung verweigert", so der Inhalt der Medienmitteilung der Personalverbändekonferenz. Das Staatspersonal werde am 15. November in einer grossen Kundgebung in St.Gallen die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen, dass der Kanton eine neue Steuer- und Finanzpolitik brauche, die den Mitarbeitenden gerechte Löhne sichere. (pd/chs)