Kanton wirft 400 Pensionäre aus Versicherung

ST. GALLEN. Bisher bot der Kanton St. Gallen seinen ehemaligen Angestellten samt Ehegatten eine Unfall-Zusatzversicherung an. Diese wird nun 2015 ersatzlos gestrichen. Betroffen sind 429 Personen.

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ST. GALLEN. Bisher bot der Kanton St. Gallen seinen ehemaligen Angestellten samt Ehegatten eine Unfall-Zusatzversicherung an. Diese wird nun 2015 ersatzlos gestrichen. Betroffen sind 429 Personen. Sie kommen aufgrund des Alters kaum bei einer neuen Versicherung unter, wie das SRF-Regionaljournal gestern abend meldete.

Angestossen hat den Fall der Sohn einer 89jährigen Mutter. Er habe für sie im Januar mit mehreren Versicherungen telefoniert, habe aber ernüchternde Antworten erhalten. Man nehme Pensionäre nicht neu in eine Zusatzversicherung auf. In einem Brief des Kantons im Dezember 2013 hatte gestanden, die Versicherten sollten doch prüfen, ob sie eine solche Versicherung neu bei ihrer Krankenkasse abschliessen könnten.

Gegenüber Radio SRF präzisiert Regierungsrat Martin Gehrer gestern, eine rechtliche Grundlage habe bereits zuvor nicht existiert. «Wir können nicht zusätzliche Aufgaben übernehmen, für die wir nicht verpflichtet sind.» (cz)