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KANTON ST.GALLEN: Übernachtungszahlen eingebrochen

Die St.Galler Hotellerie verzeichnete im Jahr 2015 eine spürbare Abnahme der Ankunfts- und Logiernächtezahlen. Gemäss Auswertungen der Fachstelle für Statistik lagen sowohl Ankünfte als auch Logiernächte sechs Prozent unter den Vorjahreszahlen.
Im vergangenen Jahr wurden in St.Galler Hotels wesentlich weniger Zimmerschlüssel an Gäste abgegeben. (Bild: MARTIN RUETSCHI (KEYSTONE))

Im vergangenen Jahr wurden in St.Galler Hotels wesentlich weniger Zimmerschlüssel an Gäste abgegeben. (Bild: MARTIN RUETSCHI (KEYSTONE))

ST.GALLEN. Diese Entwicklung dürfte in hohem Masse von der Aufwertung des Frankens Anfang 2015 beeinflusst sein, wie die St.Galler Staatskanzlei mitteilt. Mit total 967'000 Übernachtungen war im Jahr 2015 der tiefste Wert des Beobachtungszeitraums ab 1992 zu verzeichnen.

Viel weniger Deutsche
Das kantonale Logiernächte-Minus betrug im Vorjahresvergleich 66'000 Übernachtungen und war auf Rückgänge bei Gästen aller bedeutenden Herkunftsländer zurückzuführen, wie es in der Mitteilung der Staatskanzlei heisst. Die stärkste Abnahme an Übernachtungen war im Jahr 2015 mit einem Minus von 25'700 bei den deutschen Gästen zu verzeichnen, gefolgt von den einheimischen Gästen (-24'300), jenen aus den Niederlanden (-6500) und aus Russland (-6000). Einen Anstieg an Übernachtungen gab es hingegen bei den Gästen aus China (+3300).

Stärkerer Rückgang
Insgesamt verlief die Entwicklung im Kanton St.Gallen damit deutlich negativer als auf gesamtschweizerischer Ebene, wo die Ankünfte um knapp zwei Prozent stiegen und die Logiernächte lediglich um ein Prozent zurückgingen. "Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass es der Hotellerie im Kanton St.Gallen anders als auf gesamtschweizerischer Ebene nur eingeschränkt gelang, das Ausbleiben der preisempfindlichen Gäste aus dem europäischen Ausland durch Zugewinne bei den Gästen aus anderen Herkunftsländern und das Halten der einheimischen Gäste zu kompensieren", wie es im Communiqué heisst.

Regionale Unterschiede
Die Rückgänge der kantonalen Zahlen widerspiegeln sich gemäss der Staatskanzlei auch in der Entwicklung der vier St.Galler Destinationen - allerdings in unterschiedlichem Ausmass. "Eine vergleichsweise moderate Entwicklung verzeichnete die Hotellerie in den beiden städtischen Destinationen Zürichsee und St.Gallen-Bodensee. In der Destination Zürichsee blieben die Ankünfte stabil, während die Logiernächte zwei Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres lagen."

In der Destination St.Gallen-Bodensee gingen die Ankünfte um sechs Prozent und die Logiernächte um vier Prozent zurück. Die Übernachtungszahlen der einheimischen Gäste konnten annähernd gehalten (St.Gallen-Bodensee) beziehungsweise sogar gesteigert werden (Zürichsee). "Zudem gab es in beiden Destinationen nennenswerte Zuwächse bei den Logiernächtezahlen der chinesischen Gäste (je plus 2000), die mittlerweile fast so häufig in diesen Destinationen übernachten wie die Gäste aus Grossbritannien und den Vereinigten Staaten."

Toggenburg und Heidiland stark betroffen
Wesentlich stärker vom Ausbleiben von Übernachtungsgästen betroffen war die Hotellerie in den beiden klassischen Ferienregionen des Kantons, dem Toggenburg und dem Heidiland. Im Heidiland war gegenüber dem Jahr 2014 ein Rückgang der Ankünfte von drei Prozent und der Logiernächte von sieben Prozent zu verzeichnen. Im Toggenburg lagen Ankünfte und Logiernächte um zehn respektive acht Prozent unter dem Vorjahresniveau. Zurückzuführen sei das in beiden Destinationen vor allem auf rückläufige Logiernächtezahlen der einheimischen Gäste in einer Grössenordnung von etwa minus fünf Prozent und massive Einbussen bei den Logiernächten deutscher Gäste (Heidiland: -15%, Toggenburg -30%), wie die Staatskanzlei schreibt. Auch Heidiland und Toggenburg verzeichnen zwar hohe prozentuale Zuwächse bei den chinesischen Gästen - in absoluten Zahlen sind diese gemäss dem Communiqué aber noch relativ unbedeutend. (pd/red.)

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