KANTON ST.GALLEN: Steigende Nachfrage und mehr Beschäftigte bei der Spitex

Die Fachstelle für Statistik hat untersucht, wie sich im Kanton St. Gallen die Nachfrage nach Dienstleistungen der Spitex entwickelt: 2015 wurden für Leistungen in der Pflege, in der Hauswirtschaft und in der Sozialbetreuung 82 Millionen Franken verrechnet.

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17 von 1000 Einwohnern nahmen hauswirtschaftliche und sozialbetreuerische Leistungen in Anspruch. (Bild: Michaela Rohrer)

17 von 1000 Einwohnern nahmen hauswirtschaftliche und sozialbetreuerische Leistungen in Anspruch. (Bild: Michaela Rohrer)

Im Jahr 2015 bezogen im Kanton St. Gallen durchschnittlich 21 von 1000 Einwohnern Pflegeleistungen. 17 von 1000 Einwohnern nahmen hauswirtschaftliche und sozialbetreuerische Leistungen in Anspruch.

Damit liege der Kanton bei den Pflegeleistungen unter dem Schweizer Durchschnitt, bei den hauswirtschaftlichen und sozialbetreuerischen Leistungen darüber, teilte die Fachstelle für Statistik am Donnerstag mit.
 

Männer werden von ihren Frauen betreut

Festgestellt wurden geschlechtsspezifische Unterschiede: Die Zahl der Frauen, die gepflegt werden, liegt höher. Das sei einerseits auf die höhere Lebenserwartung der Frauen zurückzuführen. Anderseits würden die Männer zu Hause oft von ihren Partnerinnen betreut, heisst es.

Bis zum Jahr 2045 wird mit einer Zunahme von heute rund 10'500 auf über 18'000 Pflegebedürftige gerechnet. Der grösste Anstieg ist bei der Altersgruppe der über 80-Jährigen zu erwarten: Die Prognosen gehen dort von einer Verdoppelung der Patientenzahlen aus.

Seit 2010 hat im Kanton St. Gallen die Anzahl der Beschäftigten in der Spitex kontinuierlich zugenommen: 2015 wurden 2880 Angestellte gezählt. 2010 waren es noch 2467 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewesen. (sda)