Kanton St.Gallen macht Jagd auf Rothirsche

Eine hohe Abschussvorgabe soll den Rotwild-Bestand im nördlichen Verbreitungsgebiet des Kantons St.Gallen stabilisieren. Mit der bisherigen Bejagung habe die Regulierung nicht geklappt, heisst es seitens der kantonalen Jagdbehörde.

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Eine hohe Abschussvorgabe soll den Rotwild-Bestand im nördlichen Verbreitungsgebiet des Kantons St.Gallen stabilisieren. Mit der bisherigen Bejagung habe die Regulierung nicht geklappt, heisst es seitens der kantonalen Jagdbehörde. Der hohe Abschussplan soll den Rotwildbestand stabilisieren, damit die Wildschäden am Wald tragbar bleiben und sich die Wald-Wild-Situation entspannt.

Jagen auch im Asyl

Für die Rotwildjagd im Gebiet zwischen Walensee, See und Gaster, Toggenburg und Rheintal zuständig ist die Rothirsch-Hegegemeinschaft 1 (RHG 1). 400 Stück Rotwild müssen gemäss Vorgabe des Amts für Natur, Jagd und Fischerei bis Ende Jahr auf ihrem Gebiet geschossen werden. Dafür müsse auch im Wildasyl Gamsberg gejagt werden, heisst es in der gestrigen Mitteilung der Staatskanzlei. Diese Jagd werde von kantonalen Wildhütern durchgeführt, unterstützt von Revierjägern. Zum Abschuss freigegeben werden hauptsächlich weibliche und junge Tiere.

Das älteste Jagdbanngebiet

Das kantonale Wildasyl Gamsberg ist das älteste der drei grossen Bann- oder Nichtjagdgebiete im Kanton St.Gallen. 1842 zum Schutz des Alpenwildes geschaffen, war es über Jahrzehnte eidgenössisches Jagdbanngebiet – 1931 wurde es als kantonales Wildasyl wieder eingerichtet. Es umfasst rund 1900 Hektaren und liegt in den Gemeinden Grabs und Walenstadt. (red.)

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