Kanton St.Gallen: Lukrative Beteiligungen – aber auch andere

ST.GALLEN. Der Kanton St.Gallen ist an 78 Unternehmen, Einrichtungen oder Stiftungen beteiligt. Dies zeigt eine Zusammenstellung der Regierung. Das Spektrum reicht von einer Freimaurer-Bibliothek bis hin zur Kantonalbank, die zuletzt 45 Mio. Franken an den Kanton ausschüttete.

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In einem Anhang zu ihrer Botschaft über «Public Corporate Governance» hat die St.Galler Regierung eine Liste mit allen 78 Beteiligungen des Kantons veröffentlicht. Festgehalten sind nicht nur Zweck oder Rechtsform, sondern auch, wie hoch 2013 die Ausschüttung an den Kanton ausfiel.

Von null bis viel Gewinn
Von den meisten Beteiligungen gibt es kein Geld für den Kanton − von einigen aber beträchtliche Summen: Spitzenreiter ist die St Galler Kantonalbank mit Dividenden von rund 45 Mio. Franken. 13,5 Mio. Franken überwies der Stromversorger SAK Holding AG. Die Anteile an der Kraftwerke Sarganserland AG brachten 18'750 Franken. Weitere 1,5 Mio. Franken bekam der Kanton von der Abraxas AG, dem ausgelagerten ehemaligen Amt für Informatik.

Die Interkantonale Landeslotterie Swisslos hat dem Kanton 26,2 Mio. Franken überwiesen. 80 Prozent dieser Mittel flossen in den Lotteriefonds, 20 Prozent in den Sport-Toto-Fonds. Einnahmen generierte auch die im Salzregal festgehaltene Beteiligung an den Schweizer Salinen AG: 684'000 Franken.

Auch Rückzahlungen aufgeführt
Nicht alle Ausschüttungen gehören zur gleichen Kategorie: Aufgeführt sind auch Rückzahlungen von Mitteln, die vom Kanton stammen. Es seien Überschüsse, die nach dem Abzug von Rücklagen zurückerstattet würden, erklärte Flavio Büsser, Generalsekretär des Finanzdepartements, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

In diese Kategorie fallen die 3,8 Mio. Franken, die die Hochschule für Technik Rapperswil (HSR) ablieferte oder die 1,0 Mio. Franken von der Hochschule für Technik Buchs. Dazu gehören auch die insgesamt drei Millionen Franken, die von den vier Spitalverbunden (Fürstenland Toggenburg, Kantonsspital St.Gallen, Linth und Rheintal Werdenberg Sarganserland) zurückbezahlt wurden.

Grosse Bandbreite
Die Auflistung aller Beteiligungen illustriert die vielseitigen Aktivitäten des Kantons: Er besitzt Anteile an Transportunternehmen, an Schulen, Kulturinstitutionen, Spitälern, an Unternehmen wie dem Linthwerk oder Rhysearch oder an sozialen Einrichtungen.

Zum Portfolio gehören aber auch gemeinnützige Stiftungen, die Private ins Leben gerufen haben. Die Irma und Samuel Teitler Stiftung etwa unterstützt Personen und Einrichtungen, die sich um benachteiligte Menschen kümmern.

Der Stiftung «Bibliotheca Masonica August Belz» geht es um den Erhalt einer Freimaurer-Bibliothek. Deren Gründer ist ein 1971 verstorbener Fabrikant aus Rorschach. Mit der Kantonsbibliothek Vadiana gibt es eine Depotvertrag.

Die Aufgabe der Herbert Naef Stiftung ist es, «für die Kantonsschule Wattwil gute Lehrkräfte zu gewinnen». Die Karl Eduard Studach Stiftung fördert die Aus− und Weiterbildung von gestandenen Handwerkerinnen und Handwerkern. Die Max Schmidheiny-Stiftung setzte sich für den Bau des Zentrums für Weiterbildungskurse der Universität St.Gallen ein. (sda)