Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

KANTON ST.GALLEN: Kanton sucht in drei Regionen

Fahrende haben es schwer im Kanton St.Gallen. Definitive Plätze wird es auch nächstes Jahr nicht geben.
Ende Juli haben Schweizer Fahrende ihre Wohnwagen auf einer Wiese in Waldkirch abgestellt. (Bild: Michel Canonica (Waldkirch, 27. Juli 2016))

Ende Juli haben Schweizer Fahrende ihre Wohnwagen auf einer Wiese in Waldkirch abgestellt. (Bild: Michel Canonica (Waldkirch, 27. Juli 2016))

KANTON ST.GALLEN. Seit bald zehn Jahren sucht der Kanton St.Gallen nach Standorten für definitive Durchgangsplätze. Bislang ohne Erfolg. Nach den Thalern haben auch die Gossauer Anfang Juni einen solchen Platz für Fahrende an der Urne abgelehnt. Doch der Kanton gibt nicht auf. Das kann er auch nicht, da der Bund den Kantonen vorschreibt, Durchgangsplätze zur Verfügung zu stellen.

Der kantonale Raumplaner Ueli Strauss-Gallmann sagt auf Anfrage, dass weiterhin nach Standorten gesucht werde. «Derzeit insbesondere im Rheintal, im Raum St.Gallen und im Linthgebiet.» Die Frage, ob der Kanton schon fündig geworden ist, wollte Strauss nicht beantworten. Er könne nur sagen, dass es nächstes Jahr «sicherlich noch keinen definitiven Durchgangsplatz im Kanton St.Gallen geben wird». Auch die Suche nach provisorischen Halte- oder Durchgangsplätzen gestaltet sich schwierig. Diese Suche obliegt jedoch grösstenteils den Gemeinden, wie der Kantonsplaner sagt.

Dass es Fahrende im Kanton St.Gallen schwer haben, zeigt auch das Beispiel vom Sommer. Schweizer Fahrende hatten auf einer Wiese in Waldkirch ihre Wohnwagen abgestellt – mit vertraglichem Einverständnis des Landbesitzers. Trotzdem forderte die Gemeinde samt Polizei die Familien auf, den Platz zu verlassen. Die Behörde krebste dann allerdings zurück. Es sei «alles in Ordnung» und die Wohnwagen seien auf privatem Grundstück abgestellt, hiess es. Die Fahrenden durften bleiben. Ein politisches Nachspiel hatte das Ganze trotzdem. Die SVP-Fraktion des Kantonsrats wollte in einer Interpellation mehr über die Rechte der Fahrenden wissen. Die Regierung schreibt in ihrer Antwort, dass ein Grundeigentümer sein Grundstück «nicht beliebig ohne Baubewilligung» zur Verfügung stellen kann. Es liege in der Verantwortung der Gemeinde zu beurteilen, ob für die Benützung des Platzes eine Baubewilligung nötig sei. (lom)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.