KANTON ST.GALLEN: Kanton St.Gallen schreibt E-Voting-System öffentlich aus

Ab 2017 soll elektronische Stimmabgabe im Kanton St.Gallen möglich werden. Dazu muss ein neues E-Voting-System angeschafft werden.

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In Zürich gab es bereits erste Versuche mit dem E-Voting. Nun will St.Gallen nachziehen. (Bild: ALESSANDRO DELLA BELLA (KEYSTONE))

In Zürich gab es bereits erste Versuche mit dem E-Voting. Nun will St.Gallen nachziehen. (Bild: ALESSANDRO DELLA BELLA (KEYSTONE))

Der Kanton St.Gallen will im Jahr 2017 die elektronische Stimmabgabe für die Auslandschweizerinnen und -schweizer sowie für die Stimmberechtigten in fünf ausgewählten St.Galler Gemeinden einführen. Dazu muss ein neues E-Voting-System angeschafft werden. Die Staatskanzlei hat diese Woche die Beschaffung eines solchen Systems öffentlich ausgeschrieben.

Zusammenarbeit mit Aargau
Der Kanton St.Gallen hat diesen Schritt mit dem Kanton Aargau abgestimmt. Die Ausschreibungsunterlagen wurden gemeinsam erarbeitet. Auch die st.gallischen Pilotgemeinden Goldach, Widnau, Vilters-Wangs, Rapperswil-Jona und Kirchberg wurden in die Vorbereitungen einbezogen. Die Ausschreibungsunterlagen legen detailliert fest, was ein E-Voting-System für den Kanton St.Gallen und die St.Galler Gemeinden leisten muss.

Der Zeitplan sieht vor, dass die Regierung im Herbst dieses Jahres den Produktentscheid fällt. Anschliessend kann der Systemaufbau beginnen. Gleichzeitig muss beim Bund ein Bewilligungsverfahren eingeleitet werden, damit das E-Voting-System an eidgenössischen Wahlen und Abstimmungen eingesetzt werden darf.

Verlaufen Systemaufbau und Verfahren positiv, wird E-Voting im Verlauf des Jahres 2017 für die Auslandschweizerinnen und -schweizer sowie in den Pilotgemeinden eingeführt. Sofern sich das System bewährt, ist nach und nach eine Ausweitung auf weitere St.Galler Gemeinden geplant. (red.)