KANTON ST.GALLEN: Höhere Abzüge für Kinderprämien und Betreuungskosten geplant

Der St. Galler Kantonsrat hat im September 2015 höhere Steuerabzüge für Kinder-Versicherungsprämien beschlossen und will damit Familien entlasten. Die Regierung kündigt nun bis im Herbst eine entsprechende Vorlage an.

Drucken
Teilen
Im Kanton St. Gallen können Familien bald von höheren Steuerabzügen für die Kosten der Krankenversicherung profitieren. (Symbolbild) (Bild: GAETAN BALLY (KEYSTONE))

Im Kanton St. Gallen können Familien bald von höheren Steuerabzügen für die Kosten der Krankenversicherung profitieren. (Symbolbild) (Bild: GAETAN BALLY (KEYSTONE))

Im Kanton St. Gallen können Familien bald von höheren Steuerabzügen für die Kosten der Krankenversicherung profitieren. Konkret sollen die Pauschalabzüge für die Kinderprämien erhöht werden.

Der Kantonsrat hatte bereits im September 2015 eine entsprechende Motion überwiesen. Dabei war ein viel weiter gehender Vorstoss der SP-Grünen-Fraktion von der CVP-EVP-Fraktion abgeändert worden und hatte erst danach eine Mehrheit gefunden.

Wie hoch die Anpassung ausfällt, ist noch nicht bekannt. Der damalige Finanzchef Martin Gehrer (CVP) rechnete bei der Beratung vor, dass eine Erhöhung des Abzugs für die Kinderprämien von heute 600 auf 700 Franken den Kanton rund 400'000 Franken an Steuerausfällen kosten würde. Eine Erhöhung auf 800 Franken käme auf rund 800'000 Franken zu stehen.

Vorlage kommt bis zum Herbst

Nach dem Entscheid des Kantonsrats liess dann aber eine Vorlage mit den dafür notwendigen Änderungen im Steuergesetz auf sich warten. Ursprünglich hatte die Regierung den Entwurf 2017 zusammen mit der Umsetzung der Unternehmenssteuerreform präsentieren wollen. Nach dem Nein an der Urne ist dieses Paket nun aber auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

In der Aprilsession reichten deshalb die beiden SVP-Kantonsräte Markus Wüst und Walter Gartmann einen Vorstoss ein und fragten nach, wann die Anpassungen denn nun umgesetzt werden.

Die am 23. Mai veröffentlichte Antwort der Regierung: Im Spätsommer/Herbst 2017 wolle sie einen Nachtrag zum Steuergesetz vorlegen. Damit werde auch die Motion mit den höheren Pauschalabzügen für Kinderprämien umgesetzt. Zusätzlich beabsichtige sie, auch die Abzüge für Kinderdrittbetreuungskosten zu erhöhen. Dies als Massnahmen zur Entschärfung des Fachkräftemangels, wie die Regierung schreibt. (sda)

Aktuelle Nachrichten