KANTON ST.GALLEN: Flüchtlinge besser in den Arbeitsmarkt integrieren

Im Kanton St.Gallen hat nur gut jede vierte Person, die als Flüchtling ein Bleiberecht hat, eine Arbeitsstelle. Mit einer Lockerung der Bewilligungspraxis soll nun eine schnellere Integration der Migrantinnen und Migranten erreicht werden.

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Gemeinden, Unternehmen und andere Institutionen können ab dem 1. Juni im Kanton St.Gallen einfacher anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene für gemeinnützige Arbeiten, Berufserkundungseinsätze sowie Vorlehren und Lehren beschäftigten. (Bild: Keystone)

Gemeinden, Unternehmen und andere Institutionen können ab dem 1. Juni im Kanton St.Gallen einfacher anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene für gemeinnützige Arbeiten, Berufserkundungseinsätze sowie Vorlehren und Lehren beschäftigten. (Bild: Keystone)

Gemeinden, Unternehmen und andere Institutionen können ab dem 1. Juni im Kanton St.Gallen einfacher anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene für gemeinnützige Arbeiten, Berufserkundungseinsätze sowie Vorlehren und Lehren beschäftigten, wie die St.Galler Staatskanzlei am Dienstag mitteilte. Zudem ist die Anstellung für Berufsintegrationseinsätze von bis zu zwölf Monaten möglich.

Die Bewilligungsverfahren werden erheblich verkürzt. Bei den Vorlehren und Lehren verzichtet das Amt für Wirtschaft und Arbeit künftig auf die arbeitsmarktliche Prüfung. Die Lohn− und Arbeitsbedingungen in den Verträgen werden bereits durch das Amt für Berufsbildung geprüft und genehmigt.

Zeit spart im Zukunft auch, wer die Formulare für eine Anstellung elektronisch ausfüllt. Die Bewilligungen sind zudem neu kostenlos auf der Webseite des Migrationsamtes erhältlich. Die Anpassungen sind das Resultat der Zusammenarbeit zwischen Ämtern aus vier Departementen unter der Leitung des Kompetenzzentrums Integration und Gleichstellung. Mit der Lockerung der Bewilligungspraxis optimieren die betroffenen kantonalen Verwaltungsstellen die Rahmenbedingungen und bieten den hiesigen Unternehmen die Möglichkeit, das Potenzial der hier bleibenden Flüchtlinge zu nutzen, wie es im Communiqué weiter heisst. (sda)

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