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KANTON ST.GALLEN: Fleisch falsch deklariert: Toggenburger Metzger zu Geldstrafe verurteilt

Die Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen ist zum Schluss gekommen, dass ein 40-jähriger Metzger aus dem Toggenburg Lammfleisch fälschlicherweise als einheimisches Wild deklariert hat. Er wurde zu einer bedingten Geldstrafe und einer Busse verurteilt. Der Strafbefehl ist rechtskräftig.
Fleischkauf ist Vertrauenssache - ein Toggenburger Metzger hat sich bezüglich Deklaration einiges zuschulden kommen lassen. (Bild: Archiv)

Fleischkauf ist Vertrauenssache - ein Toggenburger Metzger hat sich bezüglich Deklaration einiges zuschulden kommen lassen. (Bild: Archiv)

"Die Untersuchung im Fall eines Toggenburger Metzgers, dem vorgeworfen wurde, dass er Fleisch falsch deklariert hatte, ist abgeschlossen", schreibt die St.Galler Staatsanwaltschaft in einer Medienmitteilung. Es hätte festgestellt werden können, dass Proben des Wildpfeffers der Saison Herbst 2015 nicht nur das auf der Packung deklarierte Fleisch enthielten. "Ferner wurde nachgewiesen, dass im Zeitraum Juli 2014 bis November 2015 importiertes Fleisch verkauft wurde, das als Schweizer Fleisch deklariert war", so die Staatsanwaltschaft. Es heisst weiter, dass weitere Abklärungen ergeben hätten, dass das falsch deklarierte Fleisch qualitativ einwandfrei und hochwertig war. "Durch die falsche Deklaration ist die Kundschaft allerdings über den Inhalt und die Herkunft getäuscht worden."


Lammfleisch als einheimisches Wild deklariert

Das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen (AVSV) des Kantons St.Gallen erstatte bei der Staatsanwaltschaft St.Gallen Anzeige, da aufgrund eines Konsumentenhinweises und damit verbundener Kontrollen bei einem Metzgereibetrieb im Toggenburg Unregelmässigkeiten bei der Fleischdeklaration festgestellt worden waren. Es bestand der Verdacht, dass Lammfleisch als einheimisches Wild deklariert und vertrieben wurde. Deshalb beauftragte die Staatsanwaltschaft die Kantonspolizei St.Gallen in Zusammenarbeit mit den Spezialisten des AVSV Hausdurchsuchungen bei den Standorten der besagten Metzgerei sowie den von ihr belieferten Restaurationsbetrieben durchzuführen.


8000 Franken Busse und Verfahrenskosten

Aufgrund der Erkentnisse erliess die Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen am 9. Januar dieses Jahres einen Strafbefehl gegen den verantwortlichen 40-jährigen Schweizer Metzger wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), mehrfacher vorsätzlicher Übertretung sowie fahrlässiger Übertretung des Bundesgesetzes über Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände. "Er wurde mit einer bedingten Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je 100 Franken bestraft", so die Staatsanwaltschaft. Diese Geldstrafe müsse er aber nicht bezahlen, sofern er in den nächsten zwei Jahren nicht erneut straffällig werde. Was er aber bezahlen muss, ist die eine Busse von 8000 Franken und die Verfahrenskosten. Der Strafbefehl ist rechtskräftig. (sta/tn)

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