KANTON ST.GALLEN: Die Waldbrandgefahr im Kanton St.Gallen steigt

Trotz des niederschlagsarmen Wetters wird kein kantonales Feuer- oder Feuerwerksverbot erlassen. Das Kantonsforstamt mahnt aber zur Vorsicht beim Umgang mit Feuer, Feuerwerk und Raucherwaren. Die Waldbrandgefahr ist erheblich und kann lokal an besonnten Stellen und unter Windeinfluss sogar gross bis sehr gross sein.

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Feueraktivitäten im Freien, Unachtsamkeiten oder Übermut bergen bei den momentan trockenen Bedingungen gemäss Mitteilung der Staatskanzlei ein grosses Risiko für Wald- oder Flurbrände wie aktuell im Misox. (Bild: Keystone)

Feueraktivitäten im Freien, Unachtsamkeiten oder Übermut bergen bei den momentan trockenen Bedingungen gemäss Mitteilung der Staatskanzlei ein grosses Risiko für Wald- oder Flurbrände wie aktuell im Misox. (Bild: Keystone)

Das niederschlagsarme und sonnige Wetter hat die Waldbrandgefahr im Kanton St.Gallen ansteigen lassen. Der Föhn und die Bise der vergangenen Tage trockneten den Boden, Grasreste und am Boden liegendes Holz zusätzlich aus. Auch in den kommenden Tagen und vor allem über Silvester ist kein Niederschlag angesagt.

Grosses Risiko
Feueraktivitäten im Freien, Unachtsamkeiten oder Übermut bergen bei den momentan trockenen Bedingungen gemäss Mitteilung der Staatskanzlei ein grosses Risiko für Wald- oder Flurbrände. Die politischen Gemeinden können im Umgang mit Feuer und Feuerwerken eigenständig Verbote und Weisungen erlassen. Die Bevölkerung ist aufgefordert, die kommunalen Hinweise zu befolgen.
 
Sicherheitsabstand von 100 Metern
Im Umgang mit Feuerwerkskörpern ist Vorsicht geboten. Neben den üblichen Vorschriften und Vorsichtsmassnahmen soll zusätzlich ein Sicherheitsabstand zum Wald von mindestens 100 Metern eingehalten werden. Auf das Steigenlassen von Himmelslaternen (auch Ballone mit Wunderkerzen, Glücks- oder Wunschlaternen oder Kong-Ming-Laternen genannt) soll verzichtet werden.
 
Verhalten beim Feuern, im Umgang mit Raucherwaren und Silvester-Feuerwerk:
-              Feuer im Freien nur in bestehenden Feuerstellen entfachen
-              Feuer immer beobachten und Funkenwurf sofort löschen
-              Feuerstelle vollständig mit Wasser gelöscht verlassen
-              Raucherwaren und Feuerzeuge nicht wegwerfen
-              Bei Feuerwerken genügend Sicherheitsabstand einhalten
-              Geeignete Löschmittel bereithalten. (pd/red.)
 

Feuerverbot in Liechtenstein

Wegen grosser Waldbrandgefahr ist im Fürstentum Liechtenstein ein Feuerverbot erlassen worden. Im und am Wald darf nur auf befestigten Feuerstellen gefeuert werden. Zudem sind Feuer und Feuerwerke oberhalb von 1000 Metern über Meer verboten, wie das Amt für Bevölkerungsschutz am Donnerstag mitteilte. Oberhalb dieser Höhe sind Gebiete nebel- und frostfrei, was die Brandgefahr erhöht. Am Silvester müssten Feuerwerke auch in den übrigen Gebieten «sehr zurückhaltend» abgefeuert werden, schrieb das Amt. Nebst Wald würden auch dürres Gras und trockene Stauden leicht in Brand geraten. Da bis Neujahr keine Niederschläge zu erwarten seien, werde sich an der Brandgefahr kaum etwas ändern. (sda)