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KANTON ST.GALLEN: 37 Einbrüche mit Millionenschaden: Mann muss über fünf Jahre hinter Gitter

Das Kreisgericht St.Gallen hat das Urteil gegen einen Bandeneinbrecher veröffentlicht. Der Serbe muss für fünf Jahre und neun Monate in Haft. Die Anklage hatte über sieben Jahre, die Verteidigung einen Freispruch verlangt.
Claudia Schmid
Der Serbe wurde bereits im Jahre 2012 wegen gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls und anderen Straftaten verurteilt. (Bild: Keystone)

Der Serbe wurde bereits im Jahre 2012 wegen gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls und anderen Straftaten verurteilt. (Bild: Keystone)

Der 38-jährige Beschuldigte erhielt von einzelnen Anklagepunkten einen Freispruch. Hingegen sprach ihn das Kreisgericht St.Gallen des gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls, der mehrfachen Sachbeschädigung, des Hausfriedensbruchs und der versuchten Nötigung schuldig. Da er bereits im Jahre 2012 wegen gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls und anderen Straftaten eine bedingte Freiheitsstrafe von zwei Jahren erhalten hatte, wurde er zu einer Gesamtfreiheitsstrafe verurteilt. Zusätzlich zu den fünf Jahren und neun Monaten Gefängnis muss der Mann eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen à 30 Franken zahlen.

Deliktsumme in Millionenhöhe

Dem Beschuldigten wurde vorgeworfen, dass er im Zeitraum von April 2013 bis April 2014 Mitglied einer mehrköpfigen Bande war, die in wechselnder Besetzung in der Ostschweiz Restaurants, Firmen, Einkaufszentren, Poststellen, Bancomaten und Einfamilienhäuser im Visier hatte. Die Anklage ging davon aus, dass die Bande für mindestens 37 Einbrüche mit einer Deliktssumme von mehreren Millionen Franken und andere Straftaten verantwortlich ist.
Der 38-jährige Serbe soll an neun Einbrüchen und einem Versuch dabei gewesen sein. Die Deliktsumme wurde mit über 1,2 Mio Franken (Deliktsbetrag der Mittäter: 4,8 Millionen Franken) und der Sachschaden nochmals mit 146‘500 Franken angegeben (Mittäter: 638‘000 Franken).


Vorwürfe bestritten

Die Vorwürfe gegen ihn hatte der Mann an der Gerichtsverhandlung zurückgewiesen, obwohl ihn die restlichen Bandenmitglieder belastet hatten. Er habe die Leute beim Glücksspiel kennengelernt, jedoch nicht gut gekannt, erklärte er. Sie hätten ihn verleumdet. Angeklagt wurde er auch wegen mehrfachen Betrugs zum Nachteil der SUVA. Er soll angegeben haben, er sei nach Unfällen arbeitsunfähig, obwohl er in dieser Zeit lange Autofahrten unternahm und sich zum Glücksspiel begab. Ausserdem soll er seine frühere Ehefrau sowie seine Freundin und ihren Vater mit dem Tode bedroht haben. Auch diese Vorwürfe relativierte er.

Die Verfahrenskosten betragen rund 125'000 Franken. Diese Summe hat der Beschuldigte zu sieben Achteln zu bezahlen. Einen Achtel trägt der Staat.

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