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Kanton prüft Ärzteausbildung in St.Gallen

Die Regierung hat die Prüfung des Projekts "Medical Master St.Gallen" in Auftrag gegeben. Damit will sie auf den Ärztemangel reagieren und im Kanton Ausbildungsplätze anbieten. Der Projektauftrag lässt noch vieles offen - ein Lehrgang könnte aber bereits in drei bis vier Jahren starten.
Das Hauptgebäude der Univerisät St.Gallen. (Bild: Keystone)

Das Hauptgebäude der Univerisät St.Gallen. (Bild: Keystone)

Im Auftrag der St.Galler Regierung sollen das Bildungs− und das Gesundheitsdepartement aufzeigen, wie im Kanton Ausbildungsplätze für Ärztinnen und Ärzte angeboten werden könnten. Involviert sind die Universität St.Gallen sowie das Kantonsspital, "das sechstgrösste Spital in der Schweiz", wie Gesundheitschefin Heidi Hanselmann vor den Medien betonte.

Der Grund für die Initiative ist der Ärztemangel. Es würden in der Schweiz zu wenig Ärzte ausgebildet und es werde immer schwieriger, Mediziner aus dem Ausland zu rekrutieren, hiess es. Dazu wirkten sich Arbeitszeitverkürzungen aus, die Nachfrage nach Teilzeitstellen steige. "Es findet ein Wandel statt, wenn man sich dem nicht stellt, wird man überrollt", so Hanselmann.

Für Angebotslücke wappnen
Pro Jahr braucht es in der Schweiz zwischen 1000 und 1300 neue Ärzte. Im letzten Jahr wurden aber nur 790 Masters-Abschlüsse gezählt. "Wir wollen für Nachwuchs sorgen und für die sich abzeichnende Lücke gewappnet sein", kündigte die Regierungsrätin an. Im Kantonsspital sei das Potenzial von Fachleuten vorhanden, die die Lehrgänge anbieten könnten.

Es gehe auch darum, ausgebildete Ärztinnen und Ärzte in der Ostschweiz zu halten. Wenn sie hier die Ausbildung machten, schlügen sie Wurzeln und blieben danach in der Region, sagte die Gesundheitschefin.

Form noch offen
Bisher existiert allerdings erst ein Projektauftrag. Informationen gab es deshalb weder zu den möglichen Kosten, noch zur Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze. Offen ist auch, ob St.Gallen selber ein Masterstudium anbieten will, ob dafür eine Zusammenarbeit mit einer anderen Universität möglich wäre oder ob sogar das ganze Studium (Bachelor und Master) in St.Gallen stattfinden könnte. Diese Varianten werden nun geprüft. Gesundheitschefin Hanselmann freut sich: "Die Rolle als Akademisches Lehrspital könnte das Kantonsspital St.Gallen als grösstes nichtuniversitäres Spital der Schweiz gut übernehmen."

Synergien mit der Universität
Die Regierung könne sich eine Kooperation mit der Universität St.Gallen vorstellen, auch wenn sie anders positioniert sei, sagte SVP-Regierungsrat Stefan Kölliker. "Sie kann eine wichtige Rolle spielen.» Man wolle nun abklären, welche Synergien möglich sind. Eine neue Ausbildung für Ärztinnen und Ärzte «wäre ein Meilenstein für die Entwicklung der Ostschweiz", betonte der Bildungschef.

Kölliker erinnerte daran, dass sich der Kanton an den Ausbildungen der St.Galler Medizinstudentinnen und -studenten heute jährlich mit 14,7 Millionen Franken beteilige. Der Fahrplan der St.Galler Regierung sieht vor, dass in der ersten Hälfte von 2016 die Resultate der Projektstudie vorliegen. Im besten Fall könnte die Ausbildung bereits in drei Jahren starten. (sda)

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