Kanton kämpft gegen Rauschtrinker

ST.GALLEN. Der Kanton St.Gallen hat sich dem Kampf gegen den übermässigen Alkoholkonsum verschrieben. Das Ziel: Die Zahl der Viel- und Rauschtrinker soll verringert werden.

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Trinken, trinken, trinken: 7 Prozent der Jugendlichen sind einmal pro Monat betrunken. (Bild: Keystone)

Trinken, trinken, trinken: 7 Prozent der Jugendlichen sind einmal pro Monat betrunken. (Bild: Keystone)

Rund 20 Prozent der in der Schweiz lebenden Personen im Alter von 15 bis 74 Jahren trinken so viel Alkohol, dass sie damit ihrer Gesundheit Schaden zufügen. Die St.Galler Regierung will diese Zahl senken und hat deshalb den Alkohol-Aktionsplan 2010 – 2014 verabschiedet. «Ein spezieller Schwerpunkt ist die Reduktion des Alkoholkonsums bei Kinder und Jugendlichen», heisst es in einer Medienmitteilung der Staatskanzlei. Vor allem der «Trend zum Rauschtrinken» soll gebremst werden.


Sensibilisieren
Im Aktionsplan werden verschiedene Massnahmen vorgeschlagen, die zum Ziel führen sollen. Mit Kampagnen wird die Bevölkerung auf das Problem Alkoholmissbrauch sensibilisiert, Präventionsprogramme an Schulen sollen Jugendliche auf die Risiken des Rauschtrinkens aufmerksam gemacht werden.

Verbieten
Die Regierung sieht aber nicht nur präventive Kampagnen vor, sondern auch härtere Gesetze. Beispielsweise soll der Verkauf von alkoholischen Getränken im Kleinhandel oder im Gastgewerbe («über die Gasse») an Jugendliche unter 18 Jahren zwischen 22 und 7 Uhr verboten werden. Auch wird ein Konsumverbot in der Öffentlichkeit für Jugendliche unter 16 Jahren in Erwägung gezogen.

Konkretisieren
Die Kampagnen sowie Gesetzesänderungen sind noch nicht beschlossen, sollen aber in naher Zukunft konkreter werden. Denn die Regierung sei sich bewusst, «dass die angestrebte Reduktion des risikoreichen Alkoholkonsums – vor allem bei Kindern und Jugendlichen – nicht mit der blossen Deklaration einer Zielsetzung erreicht werden kann».