Kanton erhöht Steuerabzug für Kinderprämien

ST. GALLEN. Sozialdemokraten und Grüne hätten es gerne gesehen, wenn St. Gallerinnen und St. Galler beim Ausfüllen der Steuererklärung künftig einen höheren Pauschalabzug für die Krankenkassenprämien hätten einsetzen können. Doch die Mehrheit des Kantonsparlaments will davon nichts wissen.

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ST. GALLEN. Sozialdemokraten und Grüne hätten es gerne gesehen, wenn St. Gallerinnen und St. Galler beim Ausfüllen der Steuererklärung künftig einen höheren Pauschalabzug für die Krankenkassenprämien hätten einsetzen können. Doch die Mehrheit des Kantonsparlaments will davon nichts wissen.

Geänderter Antrag erfolgreich

Das Ansinnen sei nicht finanzierbar, wurde gestern in der Parlamentsdebatte argumentiert. Die Finanzlage des Kantons sei dafür zu angespannt. Vieles deutete darauf hin, dass das Anliegen von SP und Grünen wirkungslos verpufft. Dass es anders kam, verdankt es einem geänderten Antrag von CVP und EVP: Sie schlugen vor, wenigstens den Pauschalabzug für Kinderprämien zu erhöhen – so würden zumindest Familien mit Kindern stärker entlastet.

Bei der nächsten Revision

Diese «abgemilderte» Version fand eine Mehrheit im Parlament – erst recht, nachdem Finanzchef Martin Gehrer signalisiert hatte, die Regierung könne damit leben. Somit hat die Regierung nun den Auftrag gefasst, bei der nächsten Revision des Steuergesetzes eine Erhöhung des Steuerabzugs für Kinderprämien einzuplanen. (rw)