Kanton baut Pförtner im Schöntal

Um die Sicherheit von Fussgängern zu erhöhen, will das Tiefbauamt im Schöntal einen Pförtner mit Verkehrsinseln bauen. Für Fussgängerstreifen gibt es allerdings zu wenige Passanten.

Johannes Wey
Drucken
Teilen
Bild: Blindtext Blindtext

Bild: Blindtext Blindtext

Johannes Wey

johannes.wey@tagblatt.ch

Der Strassenabschnitt ist ver­lockend. Pfeilgerade läuft die Wittenbacherstrasse auf den Häggenschwiler Weiler Schöntal zu. Manch ein Auto dürfte beim Fussgängerstreifen mehr auf dem Tacho haben, als die wenige Meter weiter oben signalisierten 60 Stundenkilometer. Dies will der Kanton nun ändern. Bis am 22. De­zember liegen im Gemeindehaus Häggenschwil die Pläne für eine Pförtneranlage auf. Ebenso in Wittenbach, denn betroffen ist auch ein Spickel der Wittenbacher Exklave Schöntal.

Die Kreuzung ist laut Mattias Gschwend, dem zuständigen Projektleiter beim kantonalen Tiefbauamt, «nicht ganz ungefährlich»: Von der Kantonsstrasse biegt ein wichtiger Zubringer nach Häggenschwil ab, Schüler überqueren die Strasse täglich. Gleichzeitig passierten viele Motorfahrzeuge die Stelle zu schnell, sagt Gschwend. Die Kreuzung sei zudem als Schwachstelle für den Veloverkehr bekannt.

Zweck des geplanten Pförtners ist es deshalb, die Geschwindigkeit der Autos zu reduzieren. Dies soll laut Gschwend durch optische Massnahmen gelingen: Zwei Bäume links und rechts der Strasse «verengen» die Fahrbahn von Wittenbach her kommend scheinbar.

Inseln für Fussgänger, ­Mittelspur zum Abbiegen

Für Fussgänger werden ober- und unterhalb der Abzweigung Mittelinseln gebaut, auf denen ebenfalls Bäume gepflanzt werden. Auch die Beleuchtung wird dort verbessert. Der heutige Fuss­gängerstreifen wird hingegen ­wegen zu niedriger Frequenzen aufgehoben. Falls die Strasse künftig aber häufiger überquert werde, sei das Anbringen eines Fussgängerstreifens möglich.

Der zwei Meter breite Fahrbahnstreifen zwischen den beiden Mittelinseln wird eingefärbt «Im Schutz der beiden Inseln können so Linksabbieger sicher einspuren», sagt Gschwend. Zusammen mit diesem Mittel­streifen wird die Strasse künftig rund zehn Meter breit sein. Dazu muss der Kanton Land von zwei Grundeigentümern erstehen. Verhandlungen hat es laut Gschwend diesbezüglich noch keine gegeben. Es sei üblich, solche Pro­jekte erst öffentlich aufzulegen. Kommt es bei der Auflage und dem Landkauf zu keinen Verzögerungen, soll das Projekt im Sommer 2017 umgesetzt werden. Die Strasse wird während der Bauphase durchgehend zumindest ein­spurig befahrbar sein. Für die Pförtneranlage sind 635 000 Franken budgetiert, wovon die Gemeinde Häggenschwil einen guten Drittel beizusteuern hätte.

Mit Trottoir wird altes ­Thema beigelegt

Gemeindepräsident Hans-Peter Eisenring steht hinter dem Projekt. «Die Gemeinde wurde bei der Ausarbeitung einbezogen.» Die Gemeinde nimmt das Projekt des Kantons zum Anlass, lange gehegte eigene Pläne umzusetzen: ein Fussweg vom Oberstufenschulhaus bis ins Schöntal. «Das Trottoir war schon auf der Wunschliste, bevor ich nach Häggenschwil kam», sagt Eisenring. Zeitgleich mit dem Kanton hat die Gemeinde deshalb ein eigenes Projekt mit Teilstrassenplan aufgelegt. Das Trottoir soll südlich der Dorfstrasse liegen und mit einem schmalen Grünstreifen von der Strasse getrennt werden. Die Strecke misst rund 300 Meter. Die Kosten dafür sollen rund 75 000 Franken betragen. Gleichzeitig mit dem Bau des Trottoirs sollen zudem die Wasserleitung der Gruppenwasserversorgung Berg-Häggenschwil-Wittenbach erneuert werden. Ausserdem ist die Verkabelung der Stromleitungen vorgesehen.

Vorname Name

Blindtext Blindtext Blind