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Kantischüler organisieren Benefiz

Schüler der Kanti am Burggraben veranstalten morgen Samstag einen öffentlichen Benefizanlass für Flüchtlinge. Das Projekt ist Teil des Freifachs «Humanitäres Völkerrecht». Jetzt laufen letzte Vorbereitungen. Es gibt noch viel zu tun.
Katharina Brenner
Zwei Schülerinnen des Freifachs «Humanitäres Völkerrecht» bedrucken Jutebeutel, die sie beim Benefiz am Samstag verkaufen möchten. (Bild: Michel Canonica)

Zwei Schülerinnen des Freifachs «Humanitäres Völkerrecht» bedrucken Jutebeutel, die sie beim Benefiz am Samstag verkaufen möchten. (Bild: Michel Canonica)

Was ist besser? Viele Tombolalose für zwei Franken verkaufen oder weniger für fünf Franken? Diese Frage haben sich am Mittwoch 17 Schülerinnen und Schüler im Freifach «Humanitäres Völkerrecht» an der Kantonsschule am Burggraben gestellt. Dies in ihrer letzten Freifachstunde vor der Benefizveranstaltung von morgen Samstag in der Kantonsschule.

Spenden für Flüchtlinge

Die Aufgaben sind längst verteilt, aber es bleibt noch einiges zu tun. Am Mittwochnachmittag möchten sich ein paar Schülerinnen treffen, um Jutebeutel zu bedrucken, die sie am Samstag verkaufen wollen. Das Geld, das die Klasse einnimmt, spendet sie an ein Flüchtlingsprojekt der Caritas in Libanon.

Die Preise für die Tombola haben verschiedene Unternehmen beigesteuert, unter anderem gibt es ein iPad zu gewinnen. «Es war toll, zu sehen, wie viele unser Projekt unterstützen», sagt die 17jährige Schülerin Carole Jenny. Thematisch dreht sich am Samstag alles um Flüchtlinge. Die Schüler haben Info-Grafiken zu deren Lebenssituation und den Fluchtursachen vorbereitet. Schüler der Kantonsschule werden im Rahmen einer Poetry-Slam-Session Texte zum Thema vortragen.

Tonspur statt Film

Ursprünglich war geplant, den morgigen Anlass gemeinsam mit Asylsuchenden zu gestalten. Die Schülerinnen und Schüler wollten einen Film drehen mit Flüchtlingen, die in St. Gallen und Umgebung leben. «Das ging am Ende aus rechtlichen Gründen nicht», sagt Carole Jenny. Kinder und Jugendliche dürften nicht gefilmt werden, und viele Erwachsenen möchten es nicht, weil ihr Status ungewiss ist und sie Angst vor Verfolgung haben. Die Klasse sei überrascht gewesen, wie viele rechtliche Hürden es gebe, sagt Jenny. Statt eines Films wird die Klasse am Samstag eine Tonspur laufen lassen. Darauf erzählt die Freundin einer Schülerin von ihrer Flucht aus Eritrea.

«Man liest und hört so viel über Flüchtlinge. Wir wollten nicht nur drüber reden, sondern etwas machen», sagt Janina Korte, ebenfalls 17 und Schülerin im Freifach «Humanitäres Völkerrecht». So sei die Idee zur Veranstaltung entstanden. Korte und Jenny sind Teil der Gruppe Kommunikation. Daneben gibt es die Gruppen Finanzen, Essen und Programm.

Hochmotivierte Klasse

Seit Januar plant die Klasse den Benefizanlass. Er ist Teil des einjährigen Freifachs «Humanitäres Völkerrecht». Zu Beginn sei viel über das Völkerrecht im Allgemeinen gesprochen worden, über historische Beispiele und persönliche Einstellungen, erzählt Jenny. Den Kurs besuchen die Schülerinnen und Schüler freiwillig. «Ich denke, das ist ein Grund, weshalb alle so motiviert sind», sagt Lehrer Gilles Allenspach. Er sei begeistert vom Engagement der Klasse. Und er ist der Meinung, dass die Schüler in dem Fach lernen, Verantwortung zu übernehmen, ein Projekt zu planen und «Deadlines» einzuhalten.

«Ich habe vor allem eins gelernt», sagt Carole Jenny und lacht: «Telefonieren!» In den vergangenen Monaten habe sie so häufig mit Fremden am Telefon gesprochen, dass sie das jetzt viel besser könne. «Und wir haben gelernt, ein grosses Projekt zu organisieren», sagt Korte und Jenny stimmt ihr zu.

Teilnahme an Wettbewerb

Die Klasse bewirbt sich mit ihrem Projekt um den Young Caritas Award. Der Jugendbereich der Caritas Schweiz vergibt jedes Jahr einen Preis für ein soziales Projekt. Young Caritas hat die Klasse auch bei der Vorbereitung unterstützt. Im Herbst werden die Gewinner bekanntgegeben. Sie dürfen eine Woche lang in ein Projektland der Caritas reisen.

Doch jetzt gilt es erst einmal, letzte Vorbereitungen für die morgige öffentliche Veranstaltung zu treffen. Am Mittwochnachmittag wollte die Gruppe Finanzen gemeinsam die Lose für die Tombola gestalten. Die Klasse hat beschlossen, lieber mehr Lose für zwei Franken das Stück zu verkaufen.

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