KANDIDATENSUCHE: Lehmann hat andere Pläne

Für einen möglichen Nachfolger von Stadtpräsident Alex Brühwiler sind immer noch keine Namen im Spiel. Auch Unternehmer Albert Lehmann winkt ab.

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Wer die Nachfolge von Alex Brühwiler antreten will und eine entsprechende Kandidatur einreichen wird, ist offiziell immer noch nicht bekannt. Fähiges Personal gibt es in Gossau und der Region aber zur Genüge, und so kursieren immer wieder Namen. Jüngstes Beispiel ist Albert Lehmann. Der erfolgreiche Geschäftsführer der A. Lehmann Elektro AG würde beispielsweise dem Profil der Handels- und Industrievereinigung Gossau HIG entsprechen («Tagblatt» von gestern). Der gelernte Elektroingenieur lässt per Mitteilung aber prompt und ­unmissverständlich verlauten: «Eine Kandidatur als Stadtpräsident und auch als Stadtrat kam nie und kommt für mich auch in Zukunft nicht in Frage.» Dass sein Name in diesem Zusammenhang in der Zeitung erwähnt werde, darüber könne er nur staunen, schreibt er. In seiner Erklärung führt er zudem den Grund auf, weshalb er kein Interesse an einer solchen Kandidatur hat: «Ich bin mit dem, was ich heute mache, sehr glücklich.» Zudem habe er Ideen für die Zukunft, die mit seiner unternehmerischen Tätigkeit und nichts mit Politik zu tun haben.

Die Stadtkanzlei ist nun bereit

Roland Egli, Präsident der HIG, gab im gestrigen «Tagblatt»-Interview bekannt, dass die Vereinigung einen Kandidaten gefunden hat. Den Namen werde aber nicht er, sondern die Partei des betreffenden Mannes publizieren. Lange wird die betreffende Partei wohl nicht mehr warten. Denn ab heute können Kandidaturen eingereicht werden. «Die Parteien haben die Unterlagen dazu bereits erhalten, und auch auf der Internetseite der Stadt können Formulare heruntergeladen werden», sagt Urs Salzmann, Kommunikationsbeauftragter der Stadt Gossau. Eine Kandidatur muss von mindestens 15 stimmberechtigten Gossauern unterzeichnet werden. Die Einreichefrist läuft bis zum 25. September.

Urs Salzmann kann zudem bestätigen, dass der gewünschte Wahltermin vom 26. November nun offiziell ist. An diesem Tag wird nebst dem Stadtpräsidium auch ein Sitz im Stadtrat neu ­besetzt, da Stefan Lenherr seinen Rücktritt Ende April gegeben hat. Mit der Terminbestätigung wird die Stadtverwaltung dem Wunsch einer Mehrheit der Gossauer Parteien gerecht, die einen gemeinsam Wahltermin für beide Vakanzen gewünscht haben. In der Stadtparlamentssitzung von Anfang Mai haben Vertreter einen entsprechenden Antrag dem Stadtrat überreicht. Ein allfälliger zweiter Wahlgang soll am 28. Januar stattfinden.

Sebastian Schneider

sebastian.schneider@tagblatt.ch