KANDIDATENKARUSSELL: Namen für die nächste Ersatzwahl in den Stadtrat kursieren bereits

Dass die nächste Ersatzwahl in die Stadtregierung in Sicht ist, merkt man im Gespräch mit Parteivertretern daran, dass sich diese konkret über mögliche Kandidatinnen und Kandidaten äussern. Das, was man zu hören bekommt, ist allerdings mit Vorsicht zu geniessen.

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Keine Partei ist bereit, in der Phase der Kandidatensuche wirklich «offen aus dem Nähkästchen zu plaudern». Personalgeschäfte sind immer Sache der höchsten Führungsebene und vertraulich.

Würmli, Tschirky und Hugentobler bei der CVP

Gerade im Umfeld der CVP sind seit längerem immer wieder die gleichen Namen für eine allfällige Nachfolge von Stadtrat Nino Cozzio zu hören. Ein Favorit ist Martin Würmli. Der ehemalige CVP-Stadtparteipräsident, Stadtparlamentarier und Departementssekretär der Innerrhoder Kantonsverwaltung ist seit zwei Jahren als Stadtschreiber in Zug tätig. Bei ihm stellt sich die Frage, ob er überhaupt interessiert wäre, für ein Exekutivamt nach St. Gallen zurückzukommen.

Ebenfalls seit längerem als möglicher CVP-Stadtratskandidat gehandelt wird Boris Tschirky, ehemaliger Tourismusdirektor und heutiger Gemeindepräsident von Gaiserwald. Ihm wird aber nachgesagt, er interessiere sich auch für die Kantonsregierung. Drittens wäre da Michael Hugentob­ler, der amtierende CVP-Stadtparteipräsident und Stadtparlamentarier. Bei ihm stellt sich nach den thematischen Turbulenzen im Wahlherbst die Frage nach dem Rückhalt in der Gesamtpartei. Der ist angesichts der sich abzeichnenden Konstellation bei der Ersatzwahl um den CVP-Sitz Grundvoraussetzung für jeden Erfolg.

Winter, Brunner und Steinemann bei der SVP

Auch bei der SVP sind drei Namen zu hören, wenn es um den Anspruch auf einen Stadtratssitz geht. Da ist Fraktionspräsidentin Karin Winter-Dubs. Sie wird seit einiger Zeit als mögliche SVP-Kandidatin gehandelt, hat bisherige Möglichkeiten aber verstreichen lassen. Ob sie wirklich will, dürfte sich mit dem Rücktritt von Nino Cozzio endgültig zeigen. Wie man hinter vorgehaltener Hand hört, ist Jürg Brunner stark an einer Stadtratskandidatur interessiert. Der Unternehmer mit Jahrgang 1960 sitzt seit 2014 im Stadtparlament. Ebenfalls als mögliche Kandidatin genannt wird eine zweite Frau, nämlich Co-Stadtparteipräsidentin und Stadtparlamentarierin Sandra Steine­mann. Die Tochter des ehemaligen Autopartei-Nationalrates Walter Stei­nemann hat als ehemalige Schulpräsidentin von Waldkirch bereits erste Erfahrung in einem Exekutivamt gesammelt. (vre)