Kampfwahlen in katholischer Kirchgemeinde

Rund 25 000 Wahlberechtigte der Katholischen Kirchgemeinde St. Gallen sind bis Sonntag aufgerufen, beim zweiten Wahlgang in den Kirchenverwaltungsrat ihre Stimme abzugeben. Die Ausgangslage vor dem zweiten Wahlgang ist spannend. Im ersten Wahlgang vom 13.

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Rund 25 000 Wahlberechtigte der Katholischen Kirchgemeinde St. Gallen sind bis Sonntag aufgerufen, beim zweiten Wahlgang in den Kirchenverwaltungsrat ihre Stimme abzugeben. Die Ausgangslage vor dem zweiten Wahlgang ist spannend. Im ersten Wahlgang vom 13. September wurden Präsident Armin Bossart und die beiden bisherigen Mitglieder des Kirchenverwaltungsrats (Exekutive), Caroline Sturzenegger und Norbert Ackermann, souverän wiedergewählt. Um die drei freiwerdenden Sitze in der Behörde bewarben sich vor acht Wochen acht Frauen und Männer, doch niemand von ihnen schaffte das absolute Mehr.

Alle treten nochmals an

Die zwei Frauen und sechs Männer treten am kommenden Sonntag alle nochmals an. Am meisten Stimmen holte im ersten Wahlgang Martina Merz-Staerkle, ihr folgten Sonja Gemeinder-Wick und Hermann Falch. Aufgrund ihres Wahlergebnisses im ersten sind sie drei die aussichtsreichsten Kandidierenden im zweiten Wahlgang. Ihre Konkurrenten sind Walter Wagner, Alois Ebneter, Donat Wick, Felix Rütsche und Claudio Kasper.

Im zweiten Wahlgang gilt das einfache Mehr. Das heisst: Die drei Kandidierenden mit den meisten Stimmen sind gewählt.

30 000 Franken im Jahr

Dass gleich so viele Frauen und Männer in den Kirchenverwaltungsrat drängen, hat wohl auch damit zu tun, dass das Mandat anständig entschädigt wird: Mit 30 000 Franken im Jahr bei einem Pensum von 20 Prozent, was bei einer Vollzeitstelle einem Kader-Jahreslohn von 150 000 Franken entspricht.

Am 13. September wurde auch die Legislative der Katholischen Kirchgemeinde St. Gallen neu bestellt, das städtische Kirchenparlament. Ihm gehören 30 Frauen und Männer an aus den fünf Wahlkreisen Bruggen-Winkeln, St. Otmar-Riethüsli, Dom-St. Georgen, Halden-Neudorf-St. Fiden und Heiligkreuz-Rotmonten.

Beim ersten Wahlgang in den Kirchenverwaltungsrat und ins städtische Kirchenparlament lag die Wahlbeteiligung bei tiefen 13,7 Prozent. (dwi)