Kaltstart bei Paninibilder-Verkauf

Gestern, 77 Tage vor Beginn der Fussball-Europameisterschaft, wurden an St. Galler Kiosken erstmals Paninibilder verkauft. Der erste Verkaufstag verlief allerdings harzig.

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Paninibildli und Heftli gingen gestern nur wenige über die Ladenfläche. (Bild: Sebastian Schneider)

Paninibildli und Heftli gingen gestern nur wenige über die Ladenfläche. (Bild: Sebastian Schneider)

Von einem Sammelfieber kann noch nicht die Rede sein: Gestern wurden an den St. Galler Kiosken die Paninibilder für die Fussball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine zum Verkauf bereitgestellt. Doch die Schachteln blieben beinahe gefüllt. Die meisten Kioskfrauen erwarten eine schlechte «Panini-Saison».

Ohne Schweizer Nati keinen Run

«Bei mir hat noch niemand nach Paninibildli gefragt», sagt eine Verkäuferin vom Bahnhofskiosk. Auch der «Blick», bei dem das Paniniheftli gratis beigelegt war, wurde laut den Verkäuferinnen nicht öfter verkauft als sonst. «Einige, die den <Blick> kauften, gaben mir das Heftli sogar zurück», sagt eine Kioskfrau. Die Verkäuferinnen gehen von einem geringeren Interesse in diesem Jahr aus. «Weil die Schweizer Nati nicht dabei ist», sagen sie unisono.

Auch beim Kioskbetreiber Valora sieht man dem diesjährigen Verkauf pessimistisch entgegen: «Wir gehen davon aus, dass in diesem Jahr weniger Bilder verkauft werden», heisst es dort. Grund sei aber nicht nur das Ausbleiben der Nati, sondern auch der Austragungsort: «Das Interesse ist grösser, wenn die EM in einem bekannteren Land gespielt wird.»

Panini sieht es anders

Bei der Firma Panini sind die Erwartungen ganz anders: «Wir gehen für dieses Jahr von gleichen Verkaufszahlen aus», sagt Ezio Bassi, der bei der italienischen Firma für den Schweizer Markt zuständig ist. Mit 50 Millionen Schachteln habe man die gleiche Menge Bilder in die Schweiz geliefert wie in anderen Jahre zuvor.

Auch beim Restaurant Spitalkeller, wo jeweils Tauschbörsen stattgefunden haben, lässt man sich die Stimmung nicht vermiesen: «Trotz der schlechteren Erwartungen werden wir auch in diesem Jahr Tauschbörsen durchführen», sagt Geschäftsführer Simon Steingruber. (ses)