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KALENDER: Mit der Olma durchs ganze Jahr

Auch für 2018 hat Ansichtskartensammler Peter Uhler einen Jahreskalender mit historischen Ansichten herausgegeben. Diesmal zeigt er Aufnahmen aus den Anfängen der Olma – von A wie Arena bis Z wie Zunftstube.
Luca Ghiselli
Peter Uhler mit seinem neuen Jahreskalender auf dem Plakatweg der Olma. (Bild: Hanspeter Schiess)

Peter Uhler mit seinem neuen Jahreskalender auf dem Plakatweg der Olma. (Bild: Hanspeter Schiess)

Luca Ghiselli

luca.ghiselli@tagblatt.ch

Sie sind diesen Herbst in der Stadt allgegenwärtig: Alle 75 Olma-Plakate sind auf dem Weg vom Bahnhof bis zur Tonhalle ausgestellt. Und die Plakate ­dienen auch als Deckblatt für den Jahreskalender 2018 von ­Ansichtskartensammler Peter Uhler. Bereits zum 17. Mal gibt er ­einen solchen heraus. Während der historische Kalender in den vergangenen Jahren Brunnen, Beizen oder einzelnen Stadtquartieren gewidmet war, hat Uhler diesmal das 75-Jahr-Jubiläum der Olma zum Anlass genommen, historische Ansichten der Messe zu zeigen.

«Ich bin mit der Olma aufgewachsen», sagt Uhler. Sein Schulweg habe jeweils über den Kantonsschulpark zum Hadwig und der Blumenau geführt. Und als der heute 67-jährige Sammler zur Schule ging, erstreckte sich das Messegelände über Stadt- und Kantipark noch bis zum Brühltor. «Zu jener Zeit hatte es noch Verkehrspolizisten, die auf der Kanzel bei der Brühltor-Kreuzung mit Handzeichen den Verkehr regelten», sagt Uhler. Und nicht selten mischten sich betrunkene Olma-Besucher unter die Beamten, um fuchtelnd die Autofahrer zu verwirren.

Von Vorläufern und Fussgängerbrücken

Die Schwarz-Weiss-Bilder in Uhlers Jahreskalender decken die ersten drei Jahrzehnte in der Geschichte der Olma – und sogar davor ab. Gleich die erste Aufnahme zeigt nämlich eine Szene des Vorläufers der Olma aus dem Jahr 1941. Damals fand die Landwirtschaftsausstellung mit dem Thema Mehranbau im Mai in der Tonhalle statt, das Bild zeigt den Eingang zur Messe beim Brühltor – und auch das alte St. Galler Tram hat’s auf das Bild geschafft. Die Bildauswahl folgt keiner chronologischen Reihenfolge. Jede Fotografie ist mit einem kleinen Text zur historischen Einordnung des Abgebildeten versehen.

Die jüngste Aufnahme stammt aus dem Jahr 1974 und zeigt den Olma-Umzug. «Ich will mit dem Kalender Vergangenes veranschaulichen. Auch deshalb habe ich auf neuere Aufnahmen verzichtet», sagt der Herausgeber des Kalenders. So ist auf den Sujets die Olma zu sehen, wie sie heute nicht mehr ist. Zum Beispiel der Eingang zur Halle 7, die im Jahr 2000 vollständig abbrannte, oder die alte Arena auf dem St. Jakobsgelände, die 1965 mit der Anschaffung der Expo-Hallen ersetzt und 1988 durch den heutigen Neubau ersetzt wurde. Eine Ansicht aus dem Jahr 1945 zeigt zudem die Fussgängerbrücke über die Museumstrasse von der Tonhalle in den Stadtpark. Als 1965 der Theaterneubau begann, wichen die Zelte im Park und mit ihnen auch die Passerellen. Geblieben ist einzig jene zwischen den Hallen 1 und 2.

Der Sägemehlhaufen neben der «Moststube»

Im Jahreskalender sind aber auch Lokale zu sehen, die noch heute zu den beliebten Treffpunkten für Messebesucher zählen – auch wenn sie inzwischen nicht mehr am gleichen Ort wie damals stehen. Beispiele hierfür sind die Zunft zum Schneebesen der St. Galler Zuckerbäcker und die «Moststube».

Beide Lokale befanden sich bis Mitte der 1960er-Jahre im Kantonsschulpark, beim Burggraben hatte es einen Eingang aufs Messegelände. Uhlers Kalender zeigt die «Moststube» 1949 in der Zelthalle im Kantipark. Dort gab es neben dem Zelt einen Sägemehlhaufen. Und der Sicherheitsdienst legte darauf ­betrunkene Besucher zum Ausnüchtern hin. Die «Moststube», seit 1998 in der Halle 5, ist das einzige Lokal, das seit der ersten Olma bis heute betrieben wird.

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