Jurist und Hobbypilot will sparen und innovativ sein

Derzeit doktoriert der Christdemokrat Raphael Widmer am Lehrstuhl für öffentliches Recht der Universität St. Gallen. Der 30jährige Jurist ist überzeugt, dass ihm seine Fachrichtung in der Politik nur nützen kann.

Elisabeth Reisp
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Bild: Elisabeth Reisp

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Derzeit doktoriert der Christdemokrat Raphael Widmer am Lehrstuhl für öffentliches Recht der Universität St. Gallen. Der 30jährige Jurist ist überzeugt, dass ihm seine Fachrichtung in der Politik nur nützen kann. «Es ist ein Vorteil, wenn man weiss, wie Gesetze funktionieren und wie man sie formuliert.» Besonders auf nationaler Ebene gebe es Gesetze, die unklar sind.

Raphael Widmer stört sich nicht nur an unklaren Regeln, sondern auch daran, wenn diese zu sehr einschränken oder bremsen. «Gesetzesfluten gilt es künftig zu verhindern.»

Privat will der Hobbypilot immer wieder hoch hinaus. Dabei zieht er jede andere Linie der geraden vor, etwa wenn er als Teil einer Kunstflugformation über den Bodensee Loopings fliegt. Politisch will er (vorerst) auf der untersten Ebene und gradlinig aktiv sein. Seine Kandidatur fürs Stadtparlament begründet der CVP-Politiker mit dem Wunsch nach politischem Engagement. «Ich lebe unglaublich gerne in dieser Stadt und will meinen Beitrag dazu leisten, diese Lebensqualität zu erhalten.» Seine Themen sind eine innovative Stadtentwicklung und die Schuldenbremse-Initiative.

Für Innovationen braucht es gemäss Widmer die Gnade, den Ideen erst einmal freien Lauf zu lassen, ohne finanzielle oder technische Grenzen festzulegen. Etwa beim Marktplatz. Mit dem partizipativen Verfahren sei der richtige Weg eingeschlagen worden, sagt Widmer. Er könnte sich aber grosse Ideen vorstellen, etwa den öV unter den Platz zu legen. Was schliesslich umsetzbar ist, sei eine andere Frage. Aber für innovative Herangehensweisen würde er sich im Stadtparlament jederzeit stark machen.

Weiter ist Widmer im Komitee der Schuldenbremse-Initiative, welche die Stadt zum Abbau der Schulden anhalten will. Eine Vorlage von CVP und FDP – so wie die Mobilitäts-Initiative, die nicht von der ganzen CVP getragen wird. Widmer selbst räumt ein, noch nicht ganz verstanden zu haben, was die Mobilitäts-Initiative bezwecken soll. Er akzeptiere aber den Entscheid der Parteileitung.