Junge sind auf öV stark angewiesen

Frage Veronika Meyer (Grüne): Das Gratis-öV-Ticket für Jugendliche wurde in der Volksabstimmung abgelehnt. Was halten Sie von einem von Jugendlichen selbst verwalteten Angebot «Gratis Bus fahren gegen gemeinnützige Arbeit»? Antwort Pascal Stäheli (FDP):

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Pascal Stäheli Kandidat Stadtparlament FDP (Bild: Quelle)

Pascal Stäheli Kandidat Stadtparlament FDP (Bild: Quelle)

Frage Veronika Meyer (Grüne):

Das Gratis-öV-Ticket für Jugendliche wurde in der Volksabstimmung abgelehnt. Was halten Sie von einem von Jugendlichen selbst verwalteten Angebot «Gratis Bus fahren gegen gemeinnützige Arbeit»?

Antwort Pascal Stäheli (FDP):

Natürlich wäre es schön, wenn Jugendliche gratis den öV benutzen könnten. Viele junge St. Galler benutzen dieses Fortbewegungsmittel und sind teilweise stark darauf angewiesen. Doch wie andere Dienstleistungen muss auch diese finanziert werden. Es kann nicht sein, dass der Staat respektive die Steuerzahler den öV finanzieren und er schliesslich nicht allen einen Nutzen bringt.

Die Idee, im Gegenzug für gemeinnützige Arbeit den Bus gratis benutzen zu dürfen, finde ich per se nicht schlecht. Jedoch gäbe es diverse Fragen zu klären. Solange die VBSG in städtischer Hand sind, könnte man für die Stadt einen Dienst leisten und so sein Ticket begleichen. Dies müsste sich jedoch für die Stadt lohnen.

Persönlich bin ich sehr skeptisch, ob dieses Angebot überhaupt genug Anklang bei den Jugendlichen finden würde. Denn in den meisten Fällen zahlen ohnehin die Eltern das öV-Abo. Auch bin ich kritisch gegenüber der Idee, dass es von Jugendlichen selbst verwaltet wird. Denn nur der öV-Betreiber wüsste, ob es sich lohnen würde und mit wie vielen Arbeitsstunden man dies kompensieren müsste.

Frage an Andres Büsser (CVP):

Der CSP-Nationalrat Karl Vogler aus Obwalden fordert, den Alkoholkonsum in Bussen und Zügen nachts zu verbieten. Würde eine solche Regelung St. Gallen sicherer machen oder wäre sie reine Schikane und Bevormundung?

Am 23. September wird auch das St. Galler Stadtparlament neu bestellt. Vorher kommen im Tagblatt Kandidierende zu Wort. Sie beantworten in Form einer Stafette Fragen, die ihnen andere Kandidatinnen und Kandidaten stellen.