Junge Abtwiler erkämpfen Remis

Umstritten Der FC Abtwil-Engelburg spielt in der 2. Liga regional daheim gegen Arbon 2:2. Die St. Galler, die mit vielen Eigengewächsen antreten, überzeugen gegen eine routinierte Thurgauer Mannschaft.

Manuel Jenny
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Die erste Elf des Heimteams wies ein Durchschnittsalter von gerade einmal 20,8 Jahren auf. Dieser Fakt spricht für eine lobenswerte Vereinsarbeit sowie für eine vielversprechende Zukunft für den FC Abtwil-Engelburg.

Trotz jugendlichem Alter trat das Heimteam etwas verschlafen in die Partie. So kam es, dass Yannick Mannhart bereits in der siebten Spielminute alleine vor Jordi Forster auftauchte. Dank der ausgezeichneten Reaktion des Nachwuchstalentes im Abtwiler Tor blieb es zunächst beim torlosen Unentschieden. Arbon war aber weiterhin das dominate Team und konnte in der 13. Minute durch einen schnell ausgeführten Freistoss zum Führungstreffer einschieben. Kevin Bärlocher hatte leichtes Spiel und hob den Ball über den zu weit vorgestossenen Forster.

Mit dem schwächeren Fuss Torinstinkt bewiesen

Geprägt von vielen Zweikämpfen kamen die Abtwil-Engelburger in der 32. Minute zu einer Grosschance. Luca Menet bewies seinen Torinstinkt und erzielte mit seinem schwachen rechten Fuss den unerwarteten Ausgleichstreffer. Der Treffer sorgte für Aufschwung, so dass Reto Nef kurz vor dem Halbzeitpfiff aus der Ferne sein Glück versuchte. Der Arboner Torwart sah sich zu einer sehenswerten Parade gezwungen. In der zweiten Hälfte konnten die Hausherren das Spiel mehr und mehr an sich reissen. In der 74. Minute kassierte der Arboner Doriano Telatin zudem die gelbrote Karte. Abtwil drängte den FC Arbon zunehmend in seine Hälfte, so dass die Thurgauer in der 78. Minute einen Elfmeter verursachten. Reto Nef verwandelte souverän in die untere linke Ecke zur 2:1-Führung.

Auf den Jubel folgt die Ernüchterung

Geschockt mussten die Abtwil-Engelburger zur Kenntnis nehmen, dass der Gegenzug sogleich zum 2:2-Ausgleichstreffer führte. Der auffällige Arboner Daniele Tassone konnte einen schönen Spielzug mit einem Tor vollenden. Die Abtwil-Engelburger Leichtfertigkeit wurde gnadenlos bestraft.

Neben der gelbroten Karte wurden insgesamt elf gelbe Karten verteilt. Dieser statistische Wert zeigt auf, mit wie viel Einsatz die beiden Teams zu Werke gingen. Schliesslich geht das 2:2-Unentschieden aber für beide Mannschaften in Ordnung. Die Leistung des FC Abtwil-Engelburg war eine deutliche Steigerung gegenüber dem Spiel gegen den SC Bronschhofen. Diese aufsteigende Tendenz der St. Galler soll nun im nächsten Meisterschaftsspiel gegen den FC Tägerwilen bestätigt werden.