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JUNGBÜRGER: Etwas Eigenes aufbauen

Rund 100 junge Leute mit Jahrgang 1999 haben sich im Pfalzkeller getroffen. St. Gallen und Gaiserwald luden die 18-Jährigen ein, um ihre Volljährigkeit zu feiern.
Claudia Schmid
Anstossen auf die Volljährigkeit: Die Jungbürgerinnen und Jungbürger an ihrer Feier. (Bild: Michel Canonica)

Anstossen auf die Volljährigkeit: Die Jungbürgerinnen und Jungbürger an ihrer Feier. (Bild: Michel Canonica)

Claudia Schmid

stadtredaktion@tagblatt.ch

Das Motto der Jungbürgerinnen- und Jungbürgerfeier lautete «#tues». Die Berner Bloggerin Cielle Noire sowie Zeki Bulgurcu, der Mann hinter «Swissmeme» erzählten, wie es kam, dass sie etwas Eigenes auf die Beine stellten und mit ihrem Auftritt in den Sozialen Medien heute Scharen von Followern erreichen. Zusammen mit Moderatorin Sibylle Eberle diskutierten sie über Mut und die Bereitschaft, etwas zu wagen. Die Kantiband Sweep sorgte für musikalischen Schwung. Zauberkünstler Marcini zeigte verblüffende Tricks.

Sich in die Gesellschaft einbringen

Sibylle Eberle, die demnächst von Radio Energy zu SRF Sport wechselt, befragte auch den St. Galler Stadtpräsidenten Thomas Scheitlin zu seinem Umgang mit den Social Media. Er bekannte sich dazu, dass er sie eher traditionell nutzt. Er poste auf Facebook und Twitter Einträge zu Veranstaltungen, die er beruflich besuche, oder auch vereinzelte Fotos aus den Ferien. Er sei der Meinung, dass die sozialen Medien auch in «seinem hohen Alter» genutzt werden sollten.

Zum Umgang mit ihnen wollte der Stadtpräsident den Jungbürgerinnen und Jungbürgern keinen Rat geben. «Dazu fehlt mir das Expertenwissen», schmunzelte er. Stattdessen riet er den jungen Leuten, sich Internationalität zu erwerben und Fremdsprachen zu lernen. Ganz wichtig sei zudem, sich in die Gesellschaft einzubringen, um die Zukunft mitgestalten zu können.

Das Hobby zum Beruf gemacht

Cielle Noire und Zeki Bulgurcu haben es geschafft, ihr Hobby zum Beruf zu machen und als Youtuber Geld zu verdienen. Beide betonten aber, dass sie auch auf andere Standbeine setzten. Die 27-jährige Bernerin erzählt auf ihrem Youtube-Kanal und anderen Plattformen wie Twitter, Instagram und Facebook Geschichten aus ihrem Leben. Daneben arbeitet sie bei Veranstaltungen als Speakerin und bietet Unternehmen Beratung im Umgang mit Internetauftritten an.

Der ebenfalls 27-jährige Basler Zeki Bulgurcu erreichte als «Swissmeme» mit seinen Posts über eine Million Follower. Er begeistert seine Fans mit seinen humorvollen, aber auch bissig-bösen Collagen. Selbst wenn er könnte, wollte er nicht alleine von Swissmeme leben, antwortete er auf eine Frage der Moderatorin: «Man muss langfristig denken, weil solche Sachen auch plötzlich nicht mehr laufen können.» Neu arbeitet er beispielsweise auch als Social-Media-Manager für einen privaten Fernsehsender.

Wer so viele Follower habe, werde im Netz auch mit – teils üblen – anonymen Beschimpfungen bedacht, erzählten die beiden. Anfangs sei es schwierig gewesen, damit umzugehen. Mit der Zeit aber beachte man so etwas nicht mehr gross. Einmal habe er ein Video mit schlimmen Tierquälereien erhalten, erzählte Zeki Bulgurcu. Er habe sofort die Behörden darüber informiert.

Junge wirken neu an der Feier mit

Nach dem Programm waren alle Anwesenden zum Apéro eingeladen. Benjamin Hanimann, Verantwortlicher für den Betrieb der Jugendbeiz Talhof und neues Komiteemitglied zur Organisation der Jungbürgerfeier, kündigte eine Neuerung für 2018 an. Die Feier solle künftig unter Mitwirkung der Jungbürgerinnen und Jungbürger gestaltet werden. Interessierte lud er ein, sich bei ihm im Talhof zu melden.

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