Jung und Alt vereinen

Die Jugendkommission Untereggen lud am vergangenen Mittwoch zu einem Generationentreff im Restaurant Schäfli ein. «Spiel und Spass» lautete das Motto des Nachmittags.

Daniela Huber-Mühleis
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Am Generationentreff in Untereggen spielen Jung und Alt miteinander. (Bild: Daniela Huber-Mühleis)

Am Generationentreff in Untereggen spielen Jung und Alt miteinander. (Bild: Daniela Huber-Mühleis)

UNTEREGGEN. Es herrscht grosser Betrieb im Nebenraum des Restaurants Schäfli in Untereggen. Jugendliche und Menschen älteren Jahrgangs trafen sich am Mittwochnachmittag zum Jassen, Plaudern und Spielen. Während die Jüngeren unter den mitgebrachten Spielen ungestüm nach Karten oder den hölzernen Bauteilen suchen, warten die Erwachsenen geduldig auf ihren Einsatz. Die Stimmung ist locker, Berührungsängste scheint kaum jemand zu haben. Die alkoholfreien Getränke werden von der Jugendkommission angeboten.

Anlass wiederholen

Beim Jassen fällt der Altersunterschied kaum mehr auf. Die Jungen wissen erstaunlich gut Bescheid, wie das Kartenspiel funktioniert. Sie nehmen von den älteren Jahrgängen aber auch gerne Tips an, wie man die Gewinnchancen erhöhen kann. «Dieses Treffen finde ich eine sehr gute Idee», sagt die zwölfjährige Leah Gächter, die aus Neugierde daran teilnimmt. Die erwachsenen «Junggebliebenen» sagen, dass man solche Angebote im Dorf unterstützen und deshalb auch mitmachen sollte. «Wir werden diesen Anlass auf jeden Fall wiederholen», verspricht Sandra Fischer-Vetterli, Präsidentin der Jugendkommission. Der Enthusiasmus aller Beteiligten habe sie zu diesem spontanen Entscheid bewogen. «Das nächste Mal aber ohne Altersbegrenzung», fügt sie an, nachdem sie gesehen hat, wie die beiden Jüngsten im Kleinkindalter fasziniert am Klötzlispiel teilnehmen und vor Freude lauthals lachen, wenn der Jengaturm zusammenfällt. Das Geschicklichkeitsspiel macht ihnen sichtlich Spass und spornt sie an, einen weiteren Versuch zu wagen.

Neue Projektidee

«In einer Jugendkommissionssitzung ist die Idee geboren», sagt die Jugendleiterin Nadja Hochreutener. «Diesen Treff haben wir ins Leben gerufen, um die älteren und jüngeren Mitmenschen zu vereinen», begründet sie diesen Versuch. Oft würden sich die verschiedenen Altersgruppen im Postauto begegnen, ohne zu wissen, wie der Sitznachbar oder die Mitfahrende aus demselben Dorf heisst. Der Vernetzungsnachmittag dient den Menschen unterschiedlichen Alters, spielerisch und ohne Befangenheit miteinander in Kontakt zu kommen. «Der gegenseitige Austausch wird dadurch unterstützt», sagt Nadja Hochreutener.

Jugendliche wie auch Senioren sollen spüren, dass es sich lohnt, aufeinander zuzugehen. «Beim gemütlichen Beisammensein haben sie die Gelegenheit, sich gegenseitig in ihre Welten einzuladen.» Der Treff diene auch dazu, das Verständnis für die andere Generation zu fördern. «Die Jungen können von den Lebenserfahrungen und Geschichten der älteren Generation profitieren, die Rentner von der Unbekümmertheit und dem Wissensdurst der Heranwachsenden», sagt Gemeinderätin Sandra Fischer-Vetterli. Es scheint, als hätte die Kommission ihr Ziel, Jung und Alt zusammenzubringen, erreicht.

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