Jung und Alt sollen nebeneinander Wohnen können

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Einfache AnfrageWelchen Stellenwert misst der Stadtrat dem Thema Generationenfreundlichkeit in der Stadt St. Gallen bei? Welche Massnahmen ergreift er, um Überbauungen, die sowohl für Kinder als auch für ältere Personen geeignet sind, zu fördern? Diese und mehr Fragen stellten Stefan Grob und Maria Huber (beide CVP und nicht mehr im Parlament) dem Stadtrat in einer Einfachen Anfrage im letzten November. Nun hat der Stadtrat darauf geantwortet.

Gesellschaftlicher, insbesondere demografischer Wandel und die hohe Mobilität wirken sich auf das Zusammenleben zwischen den Generationen aus. Begegnungen zwischen Jung und Alt sind nicht mehr selbstverständlich. Dies habe die Stadt St. Gallen erkannt, wie der Stadtrat in seiner Antwort schreibt. Daher sei bereits im Grundlagenpapier «Alters- und Generationenpolitik der Stadt St. Gallen» im Jahr 2010 ein generationenübergreifender Ansatz gewählt worden. Ziel der Stadt sei es, Begegnungsmöglichkeiten zwischen den Generationen zu schaffen. Denn soziale Begegnungen im Wohnumfeld erweisen sich als nachhaltiger, als solche, die punktuell in sozialen Projekten ermöglicht werden, schreibt der Stadtrat.

Überbauungen für alle Generationen

Der Stadtrat sei daher bemüht, die Möglichkeiten der Generationentreffen zu fördern. Je nach Ort und Kontext sei der Schwerpunkt unterschiedlich zu legen. Insbesondere bei der Begleitung von Sondernutzungsplanungen werde darauf geachtet, dass ein dichtes Wegsystem und Aussenräume mit hoher Aufenthaltsqualität realisiert werden. Bei der Begleitung von pirvaten Vorhaben werden diese Überlegungen eingebracht. Wie weit diese zum Tragen kommen, sei aber Sache der jeweiligen Eigentümer.

Die Idee von generationenübergreifenden Überbauungen, welche die beiden Stadtparlamentarier in ihrer Einfachen Anfragen eingebracht haben, nehme der Stadtrat in seine strategischen Überlegungen in das zu überarbeitende Generationenkonzept auf. (rsp)