Julie Zogg wird Zeitmilitär-Spitzensportlerin

Snowboarderin Julie Zogg wird per 1.August von der Schweiz Armee mit einem 50-Prozent-Pensum als Zeitmilitär-Spitzensportlerin angestellt. Die 23-jährige Alpin-Weltcup-Gesamtsiegerin erhielt einen Vertrag bis zu den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang.

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Julie Zogg bei den Olympischen Spielen 2014 in Sochi. (Bild: Keystone)

Julie Zogg bei den Olympischen Spielen 2014 in Sochi. (Bild: Keystone)

Die Rheintalerin aus Weite erhält dank dieser Unterstützung die Möglichkeit, sich noch gezielter auf den Spitzensport konzentrieren zu können. Die ausgebildete Polymechanikerin, die am 1.März dieses Jahres in Japan ihren ersten Weltcupsieg erzielt hatte, beendete Mitte Juli die Spitzensport-RS.

Seit dem Jahr 2000 betreibt die Snowboarderin ihren Sport. Im Jahr 2014 wurde sie Schweizermeisterin im Parallel-Riesenslalom und räumte in der Saison danach so ziemlich alles ab, was es zu gewinnen gab.

Durch die Anstellung als Zeitmilitär Spitzensportlerin erhofft sich Julie Zogg, ihre Ziele noch besser zu erreichen. Dazu gehört als erstes der Gesamtweltcupsieg in der nächsten Saison. Ein Podestplatz an der WM 2017 in Sierra Nevada und eine Olympiamedaille 2018 im südkoreanischen Pyeongchang sind weitere Meilensteine, die sie erreichen möchte.

Insgesamt haben 18 Athletinnen und Athleten aus Sommer- und Wintersportarten eine Anstellung als Zeitmilitär-Spitzensportler bei der Armee. Dies ist das dritte Gefäss der Spitzensportförderung neben der Spitzensport-RS und den Spitzensport-WK. Das Konzept soll den Spitzensport optimal mit der gesamten militärischen Dienstpflicht kombinieren. Eine 50 Prozent Anstellung hat zum Ziel, die Athletin zu unterstützen, einen Medaillenplatz an den Olympischen Spielen zu erreichen. Momentan sind beispielsweise auch die Ostschweizerin Jolanda Näff (Mountainbike), oder Gian-Luca Cologna (Langlauf), sowie die Teamkollegin von Zogg Patrizia Kummer als Zeitmilitär-Spitzensportler angestellt. (sda/pd/jar)