Jugendliche löschen Brand auf Baustelle

37 Mitglieder der Jugendfeuerwehr Gaiserwald rückten zum ersten Mal gemeinsam zu einer Einsatzübung aus. Die Jugendlichen haben die Feuertaufe bestanden.

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Die Jugendfeuerwehr Gaiserwald im Einsatz. (Bild: PD)

Die Jugendfeuerwehr Gaiserwald im Einsatz. (Bild: PD)

Ein Auto steht in Brand, ein zweites verliert Flüssigkeit, und eine unbekannt Anzahl Personen befindet sich im Rohbau eines Gebäudes. 26 Angehörige der Jugendfeuerwehr Gaiserwald sind kürzlich zu ihrer ersten Einsatzübung ausgerückt. Ein gutes Dutzend Helferinnen und Helfer begleitete die Übung und nahm die Rollen von Verletzten, Sicherungspersonal, Maschinisten, Einsatz- oder Übungsleitern ein. Nur die Anstösser der Liegenschaft und die Bauleitung des Alters- und Pflegezentrums in Abtwil, wo die Übung stattfand, wussten laut Mitteilung vorgängig vom Einsatzort.

Jugendliche fertig ausgebildet

Die Jugendfeuerwehr Gaiserwald gibt es seit 2014. Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren werden während sechs Jahren ausgebildet. Sie treffen sich im Jahr zu acht Übungen. Wenn sie volljährig sind, können sie anschliessend der Ortsfeuerwehr beitreten. 2014 startete die Feuerwehr mit zwölf Jugendlichen, mittlerweile sind es 37. Für vier von ihnen ist es dieses Jahr so weit: Sie beschliessen Ende Jahr ihre vierjährige Ausbildung. Diese wird als vollwertige Grundausbildung kantonal anerkannt, und die jungen Erwachsenen treten per Anfang 2018 in die Löschzüge Abtwil und Engelburg ein. Nicht ohne Stolz dürfe die Gemeinde nun die ersten «Früchte» ihres langjährigen finanziellen und personellen Einsatzes ernten, wie es in einer Mitteilung der Feuerwehr Gaiserwald heisst.

Feuer gelöscht, Leck behoben

Die Jugendlichen machten denn auch an der Übung eine gute Figur: Von zwei Seiten bekämpften sie den Autobrand, brachten ihn unter Kontrolle und konnten das Feuer schliesslich löschen. Die Jugendlichen suchten auch das verrauchte Gebäude nach Personen ab und übergaben sie der Sanität. Verletze wurden vor Ort betreut. Auch das Leck an einem weiteren Auto behoben die Jugendlichen laut Mitteilung «ruhig und gekonnt». Nach genau einer Stunde war die erste Einsatzübung der Jugendfeuerwehr bereits wieder vorbei. In der folgenden Einsatzbesprechung beleuchtete Übungsleiter Markus Berger zwei Aspekte, beide positiv: die eigene Sicherheit und die Kommunikation. (pd/nh)