Jugendliche fordern autofreie Stadt

Verkehr Die Mobilitätsinitiative von bürgerlichen Parteien und Wirtschafts- und Verkehrsverbänden hat eine politische Gegenreaktion ausgelöst: Wie die kantonalen Juso mitteilen, hat sich eine links-grüne Allianz aus Juso, Jungen Grünen und Parteilosen gebildet, welche einen Jugendlichen-Vorstoss einreichte.

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Verkehr Die Mobilitätsinitiative von bürgerlichen Parteien und Wirtschafts- und Verkehrsverbänden hat eine politische Gegenreaktion ausgelöst: Wie die kantonalen Juso mitteilen, hat sich eine links-grüne Allianz aus Juso, Jungen Grünen und Parteilosen gebildet, welche einen Jugendlichen-Vorstoss einreichte.

Die Forderungen in der Initiative, die nicht einmal den Bürgerlichen selbst ganz klar seien und in direktem Gegensatz zum Verkehrskonzept der Stadt stünden, seien unhaltbar, schreiben die Juso. «Unsere Stadt muss grüner werden. Deshalb braucht sie eine Stärkung des öV und bestimmt nicht noch mehr Verpestung der Stadtluft durch autofanatische Kleinbürger.» Die 16 Jugendlichen fordern deshalb eine «autofreie Stadt». Davon ausgenommen sei das Gewerbe. Sie zeigen auch Lösungsvorschläge auf: Die Stadtbusse sollen kleiner und elektrisch betrieben werden und auf allen Linien im Fünf-Minuten-Takt verkehren. Zudem sollen auf den Hauptverkehrsachsen wieder Trams fahren können. Die Zuschüttung der Tramschienen sei «verkehrspolitisch eine desaströse Entscheidung» gewesen. Um die Pendlerströme aus der Umgebung abfangen zu können, schlagen die Jugendlichen an den Hauptpforten der Stadt Parkhäuser vor. Das Parkhausticket soll auch als ÖV-Billett gelten.

Diese Forderungen seien weder utopisch noch naiv, heisst es in der Mitteilung. Wende man das von FDP-Stadtratskandidat Marcel Rotach so fleissig gepredigte «Miteinander statt Gegeneinander» an, könnten sie gut umgesetzt werden. «Vorausgesetzt natürlich, die von der FPD geforderte Schuldenbremse kommt nicht zustande.» (pd/dag)