Jubiläumsfreude zum 50.

Das OK des Fides-Schülerhandballturniers feiert nicht etwa die 50. Austragung des Turniers, sondern liess der Begeisterung für den Handball freien Lauf.

Fritz Bischoff
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HANDBALL. Runde Zahlen zu Jubiläen haben die Eigenschaft, dass sie zu grossen Festen führen. Es wird Rückschau gehalten, es werden ältere Semester eingeladen, und es gilt, das Eigenlob hochzuhalten. Bei Fides und seinem Schülerhandballturnier war dies aber anders. Auch wenn das Turnier, das zu den grössten der Schweiz zählt, in diesem Jahr schon zum 50. Mal stattfand.

«Wir haben ganz bewusst auf Feierlichkeiten verzichtet. Im Mittelpunkt sollte auch im Jubiläumsjahr der Handball mit vielen begeisterten Schülerinnen und Schülern stehen», sagte OK-Präsident Thomas Corradini. Dieses Ziel haben Corradini und seine gegen 200 Helferinnen und Helfer auch erreicht. Viel dazu beigetragen hat natürlich auch die Witterung. Noch Mitte der vergangenen Woche war es unsicher gewesen, ob das Turnier wirklich traditionsgemäss auf der Schulanlage Halden unter freiem Himmel durchgeführt werden konnte. Ansonsten hätte das Organisationskomitee auf die Schlechtwettervariante im Athletik-Zentrum ausweichen müssen. Das Risiko des OK zahlte sich jedoch aus. Erst am vergangenen Sonntag während der Siegerehrung zog ein heftiges Gewitter auf – der guten Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch.

Sportliches Kinderfest

So herrschte während der beiden Turniertage eine ausgelassene und friedliche Atmosphäre auf und um die neun Rasenspielfelder mit den rund 120 Teams von der zweiten Primarklasse bis zur dritten Oberstufe – ja, man fühlte sich wegen der zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer zeitweise gar in der Fortsetzung des St. Galler Kinderfestes vom vergangenen Freitag. «Es ist uns gelungen, die Eigenart unseres Turniers zu pflegen. Hier sind Generationen und Kulturen dank dem sportlichen Geist miteinander verschmolzen», so Fides-Präsident Patrick Keller.

«Es hat Spass gemacht»

Dies zeigten nicht nur die freudigen Kindergesichter – wenngleich ab und zu nach einer Niederlage auch eine Träne zu trocknen war –, sondern auch Anfeuerungsrufe und das Jubelgeschrei nach Toren. «Es hat Spass gemacht mitzuspielen, und das Essen war auch super», sagte eine Viertklässlerin aus dem Schulhaus Oberzil.