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JUBILÄUMSBUCH: Der Wildpark leistet sich ein Buch

Bevor sich das Jubiläumsjahr zu Ende neigt, ist das Buch «Ein Wildpark für alle – 125 Jahre Wildpark Peter und Paul» erschienen. Toni Bürgin, Direktor des Naturmuseums, stellte es am Samstag vor.
Margrith Widmer

Margrith Widmer

stadtredaktion@tagblatt.ch

Der Wildpark Peter und Paul feierte dieses Jahr seinen 125. Geburtstag. Aus diesem Anlass wurden umfangreiche bauliche Erneuerungen im Park vorgenommen. Dadurch wurden markante Verbesserungen bei der Tierhaltung und im betrieblichen Unterhalt erzielt. Zudem ist der Wildpark für das Publikum attraktiver geworden. Die Projekte konnten dank der Unterstützung der öffentlichen Hand, von Stiftungen, Organisationen, Firmen und Privatpersonen finanziert werden.

Unter anderem wurden ein neuer Wildwechsel, die Renaturierung des Bachlaufs, Aufforstungen, eine Feuchtmulde, eine Futterkrippe im Sikahirsch-Gehege und neue Wege und Zäune realisiert. Der Murmeltierplatz wurde aufgewertet, der Steinbockplatz mit interaktiven Elementen ausgestattet und ein Walderfahrungsplatz geschaffen. Hinzu kommen die neue Website und eine Wildpark-App sowie das Jubiläumsbuch. Letzteres stellt die 16 Projekte und weitere, in den vergangenen 25 Jahren verwirklichte Vorhaben detailliert vor. Der Verfasser ist Toni Bürgin, Direktor des Naturmuseums St. Gallen und Vorstandsmitglied der Wildparkgesellschaft.

Der Steinbock als Wahrzeichen

Der Steinbock ist das Wahrzeichen des Wildparks Peter und Paul. Um 1850 waren die Tiere in der Schweiz ausgerottet. Die Gründerväter des Wildparks, Robert Mader und Albert Girtanner, versuchten mehrmals, auf legalem Weg Steinböcke für die Nachzucht und Wiederansiedlung zu erhalten. Die letzten Steinböcke im Alpenraum lebten damals im Aostatal, im Reservat des italienischen Königs Vittorio Emanuele II., Gran Paradiso. Dieser weigerte sich aber, Jungtiere abzugeben. Im Juni 1906 wurden trotzdem zwei Steinbockkitze in den Wildpark Peter und Paul gebracht. Sie stammten aus Gran Paradiso – Wilderer hatten sie entführt. Schon im Mai 1911 wurden die ersten fünf Tiere im hintersten Weisstannental, im Jagdbanngebiet «Graue Hörner», ausgesetzt. Zum Jubiläumsjahr hat die Liechtensteiner Künstlerin Katharina Bierreth-von Hartungen eine originalgetreue Skulptur eines kapitalen Alpensteinbocks geschaffen.

Ein weiteres Wahrzeichen des Wildparks sind seine imposanten Kunstfelsen, die zwischen 1902 und 1911 vom Zürcher Bildhauer Urs Eggenschwiler erstellt worden sind. Sie gelten heute noch als zootechnische Meisterleistung und waren ein wichtiges Element bei der erfolgreichen Wiederansiedlung des Alpensteinbocks. In aufwendiger Arbeit wurden die Felsen 2009 und 2010 mit Kosten von 4,6 Millionen Franken innen und aussen saniert. Die Tiere akzeptierten die neuen Felsen problemlos: Im Mai 2011 gebar eine Steingeiss gegenüber der Besucherplattform ein Kitz, das wenige Minuten später erste Stehversuche unternahm und schon nach einigen Stunden seiner Mutter überallhin folgte.

Daphne trifft auf Apollo

2015 wurde auch das Luchs-Gehege erneuert. Luchse leben seit 1980 im Wildpark. Neu ist ein zusätzliches Separations-Gehege. So können Jungtiere oder kranke Tiere voneinander getrennt gehalten und versorgt werden. Im Sommer zog das Luchsweibchen «Daphne» aus England ein, im September folgt ein weiteres Tier aus Frankreich, das später auf den Namen «Apollo» getauft wurde. Nach kurzem, heftigen Positionskampf vertrugen sich die beiden Tiere prächtig.

Ermöglicht wurde das Jubiläumsbuch mit dem Titel «Ein Wildpark für alle» durch einen Beitrag der Martin und Susanne Knechtli-Kradolfer Stiftung, St. Gallen. Das reich illustrierte Buch kann ab heute Montag im Wildpark-Restaurant, im Naturmuseum St. Gallen oder im Buchhandel erworben werden.

www.wildpark-peterundpaul.ch

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