Jubiläum und gelebtes Brauchtum

In Wolfhalden führten gestern die Viehzüchtergemeinschaft Wolfhalden-Lutzenberg und der Schafzuchtverein VAR ihre Schauen gemeinsam durch. Der Anlass mit den herausgeputzten Tieren war eine Augenweide und kam bei Jung wie Alt an.

Bea Sutter
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Von weit her war das Publikum angereist, um solche Trachten und Geissen bestaunen zu können. (Bild: Bea Sutter)

Von weit her war das Publikum angereist, um solche Trachten und Geissen bestaunen zu können. (Bild: Bea Sutter)

WOLFHALDEN. Die Schafschau war etwas Besonderes. In Wolfhalden wurde nämlich das 50-Jahr-Jubiläum der Schafzüchter-Vereinigung gefeiert. Zehn Züchter führten 200 Schafe den Richtern vor. Die Schafe wurden aufgrund Typ, Fundament und Wolle beurteilt. «Für den Züchter ist die Schafschau ein Vergleich und eine Standortbestimmung», erläuterte Schaupräsident Dominik Sennhauser. Um neun Uhr säumte das Publikum dann die Strassen. Gespannt erwarteten Erwachsene und Kinder die Auffuhr des Braunviehs. Kommen sie nun von unten oder von oben? Schon hörte man Kuhglocken, die erste Familie näherte sich mit ihren Tieren dem Dorfzentrum und bog unter grossem Applaus in Richtung Schauplatz ab. Dort wurden die Tiere von den Experten bewertet.

Acht Landwirte fuhren mit 300 Stück Braunvieh auf, nebst Kühen waren auch Rinder und Stiere dabei. Einige Familien waren sennisch aufgefahren und in traditioneller Appenzeller Tracht gekleidet. Da und dort war ein Zäuerli zu hören. Schaupräsident Eugen Schläpfer findet es enorm wichtig, dass dieser Brauchtum gepflegt und weitergegeben wird.