Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Jetzt wird Stellung bezogen

Olma und Herbstferien sind passé. Der Wahlkampf vor dem zweiten Wahlgang in den Stadtrat kann beginnen. Die Wirtschaft unterstützt Patrizia Adam (CVP). Die SVP macht's spannend.
Daniel Wirth
Nach dem ersten Wahlgang: Patrizia Adam nimmt Trost entgegen und Maria Pappa freut sich. (Bild: Michel Canonica (Waaghaus, 25. September 2016))

Nach dem ersten Wahlgang: Patrizia Adam nimmt Trost entgegen und Maria Pappa freut sich. (Bild: Michel Canonica (Waaghaus, 25. September 2016))

Noch gut vier Wochen dauert es, bis am 27. November, dem ersten Advent, an der Urne entschieden wird, wer für die Legislatur 2017–2020 den letzten noch freien Sitz im St. Galler Stadtrat holt: Patrizia Adam (CVP, bisher) oder Maria Pappa (SP, neu). Die Ausgangslage nach dem ersten Wahlgang war rasch klar: Baudirektorin Patrizia Adam, die das absolute Mehr nur knapp verpasste, tritt nochmals an, und Maria Pappa, die gerade einmal 1050 Stimmen zurücklag, fordert die Amtsinhaberin heraus. Der Ausgang des zweiten Wahlgangs ist offen. Den Ausschlag geben wird, wer mehr Wählerinnen und Wähler zum Urnengang bewegen kann: die bürgerliche Allianz oder das linksgrüne Lager.

Die FDP nahm ihren Kandidaten Marcel Rotach, der ohne Chance blieb, am Tag nach dem ersten Wahlgang aus dem Rennen und sicherte Patrizia Adam die Unterstützung zu. Die Freisinnigen befürchten, dass bei einer Wahl Pappas der Umgang mit öffentlichen Geldern noch grosszügiger vonstatten ginge und die Sparbemühungen der Exekutive zum Erliegen kämen, wie es Parteipräsident Andreas Dudli formuliert. Die FDP hat ihre Mitglieder brieflich aufgefordert, Patrizia Adam zu wählen.

Wirtschaftsverbände wollen Adam in der Regierung

Das Gewerbe der Stadt St. Gallen (GSG), die Wirtschaft St. Gallen Ost (WSGO), der Industrie- und Gewerbeverein St. Gallen-West (IVW), die Detaillisten-Organisation Pro City und der Hauseigentümerverband (HEV) der Stadt unterstützen ebenfalls die Christdemokratin Adam, wie sie gestern in einem gemeinsamen Communiqué mitteilten. Der Ausgang des zweiten Wahlgangs habe für die politische Ausrichtung der Stadt weitreichende Bedeutung. Für die strategische Zielsetzung und für zentrale Forderungen der Wirtschaft sei es entscheidend, dass in der fünfköpfigen Exekutive die Mehrheit bürgerlich bleibe, heisst es im Communiqué der Wirtschaftsverbände. Ihre zentralen Forderungen sind eine moderate Steuerbelastung und eine fortschrittliche, nicht auf Verbote setzende Verkehrspolitik. Patrizia Adam verfolge eine solche Politik und sei eine Politikerin, die die Bevölkerung in ihre Entscheide einbeziehe. Unterstützung erfährt Adam auch von der Wirtschaft der Region St. Gallen (Wisg). Die Wisg hatte Patrizia Adam bereits vor vier Jahren bei ihrer ersten Kandidatur unterstützt. Inzwischen habe die Stadträtin in der Baudirektion insgesamt «sehr gute Arbeit geleistet», heisst's im Wisg-Communiqué.

SP fürchtet bürgerlichen Schulterschluss nicht

Es zeichnet sich ab, dass Patrizia Adam alle bürgerlichen Kräfte hinter sich scharen könnte – mit wie viel Begeisterung diese sich engagieren, bleibt abzuwarten.

Die SVP will heute abend entscheiden, ob sie der Amtsinhaberin ihre Unterstützung zusagen oder auf eine Wahlempfehlung verzichten wird.

Michael Hugentobler, Präsident der CVP, hofft, dass die SVP Adam unterstützen und die bürgerliche Allianz geschlossen auftreten wird, wie er sagt. Die CVP begleitet Adam im Wahlkampf mit einer klassischen Kampagne (Plakate, Inserate, Standaktionen, Briefe) und möchte sie gemäss Hugentobler so oft wie möglich unter die Leute bringen.

Die SP habe keine Angst vor einer bürgerlichen Allianz, sagt ihr Präsident Peter Olibet. Maria Pappa überzeuge als Person. Bürgerliche «Päckli» würden nicht unbedingt verstanden und goutiert werden, so Olibet. Die Wahlen in Basel hätten das gezeigt. Pappa stehe für ein offenes, vorwärts gerichtetes St. Gallen, während Adam die Interessen einer Partei vertrete, die mit Schuldenbremse und Mobilitäts-Initiative auf veraltete Konzepte setze.

Maria Pappa SP Wahlen in der Stadt St.Gallen 14.30 - Resultate Stadtrat im Wahlzentrum Waaghaus (Bild: Michel Canonica (Michel Canonica))

Maria Pappa SP Wahlen in der Stadt St.Gallen 14.30 - Resultate Stadtrat im Wahlzentrum Waaghaus (Bild: Michel Canonica (Michel Canonica))

Bild: Daniel Wirth

Bild: Daniel Wirth

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.