Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Jetzt liegt's an den Investoren

Nach dem Nein der Stadt zum Parkhaus Schibenertor ist dessen Zukunft ungewisser denn je. Die Investoren um die Cityparking AG entscheiden morgen abend über das weitere Vorgehen.
David Gadze

Dem Parkhaus Schibenertor droht das definitive Ende. Die städtische Baubewilligungskommission hat das Baugesuch aus gestalterischen Gründen abgelehnt (Tagblatt vom Samstag). Entscheidend sein wird nun, ob die Investoren dies anfechten.

Entscheid fällt morgen abend

Am Montagabend tagte der Verwaltungsrat der Cityparking AG. VR-Präsident Elmar Jud wollte sich gestern jedoch nicht zum Inhalt der Gespräche beziehungsweise zur Frage eines allfälligen Weiterzugs des Entscheids äussern. Der Verwaltungsrat habe beschlossen, zum Bauentscheid vorerst nicht zu kommunizieren. Zunächst sei die Reaktion der Investitionspartner – Helvetia Versicherungen, Brauerei Schützengarten und Bank Acrevis – abzuwarten, sagt Jud. «Diese entscheiden am Donnerstag über das weitere Vorgehen. Anschliessend wird entschieden, ob am kommenden Montag eine Medienmitteilung erfolgt.» Hinter vorgehaltener Hand heisst es aber, dass einzelne Investoren einen Rückzug erwägen.

«Es muss ein Sinneswandel stattgefunden haben»

Die Verkehrsverbände beurteilen den Entscheid der Baubewilligungskommission unterschiedlich. «Ich kenne zwar die rechtliche Begründung nicht, aber die Baubewilligung für das Parkhaus aufgrund von gestalterischen Gründen abzulehnen finde ich sonderbar», sagt Marcel Aebischer, Präsident der TCS-Regionalgruppe St. Gallen und Umgebung. Bei der Beurteilung des Aussenraums beziehungsweise in Fragen der Ästhetik gebe es einen Ermessensspielraum. Die nun vorgenommene Auslegung gegen das Parkhaus könne also auch politische Gründe haben. Schliesslich habe der Stadtrat im September 2013 die Konzession für das Parkhaus in Aussicht gestellt. Jetzt sage die Baubewilligungskommission, sie gehe davon aus, dass sich an diesem Ort kein bewilligungsfähiges Projekt realisieren lasse. «Es muss in diesen drei Jahren also ein Sinneswandel stattgefunden haben», vermutet Aebischer. «Der Stadtrat hätte sich damals kaum so weit aus dem Fenster gelehnt, wenn er nicht davon ausgegangen wäre, dass das Projekt realisierbar wäre.» Zudem sei die Stadt am ersten Projekt, das Teil der Neugestaltung des Marktplatzes war und zusammen mit dieser im Mai 2011 abgelehnt worden war, beteiligt gewesen.

VCS-Poker ist aufgegangen

Der VCS hingegen begrüsst den Entscheid der Baubewilligungskommission. «Wir sind froh, dass es voraussichtlich kein weiteres Parkhaus in der Innenstadt gibt – vor allem, wenn das <UG 25> am Unteren Graben wie geplant ausgebaut wird», sagt Helene Guillong, Geschäftsführerin der Sektion St. Gallen/Appenzell. Dass es dazu kommt, ist auch auf den Rückzug der Einsprache des VCS nach monatelangen Verhandlungen mit der Bauherrin Senn Resources AG zurückzuführen. Schon damals hatte der VCS gesagt, mit dem Ja zum «UG 25» am Ende das Parkhaus Schibenertor verhindern zu wollen (Tagblatt vom 2. Juni). Damit scheint der Poker des VCS aufgegangen zu sein, auch wenn letztlich die Gestaltung der oberirdischen Elemente des Parkhauses den Ausschlag gab für das Nein der Baubewilligungskommission und nicht der Verkehr. «Wir sind weiterhin der Meinung, dass das Parkhaus auch aus verkehrlicher Sicht ein grosser Fehler gewesen wäre», sagt Guillong. Ein weiteres Ziel sei nun, die oberirdischen Parkplätze in der Innenstadt, die aufgehoben und im Parkhaus Schibenertor kompensiert hätten werden sollen, ins «UG 25» zu «transferieren».

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.