Jetzt hilft nur ein runder Tisch

Noch selten war die Ablehnung für eine Abstimmungsvorlage in Rorschacherberg derart vorhersehbar wie am gestrigen Abstimmungssonntag. Das wuchtige Nein zum Steg-Kredit über 3,5 Millionen Franken bringt deutlich zum Ausdruck, dass sich das Stimmvolk keinen Bären aufbinden lässt.

Rudolf Hirtl
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Noch selten war die Ablehnung für eine Abstimmungsvorlage in Rorschacherberg derart vorhersehbar wie am gestrigen Abstimmungssonntag. Das wuchtige Nein zum Steg-Kredit über 3,5 Millionen Franken bringt deutlich zum Ausdruck, dass sich das Stimmvolk keinen Bären aufbinden lässt. Gefordert war ein schlichter und preiswerter Steg nur für Fussgänger. Vom Gemeinderat vorgelegt wurde ein überdimensionierter, weit vom Ufer entfernt zu bauender, kahler Betonsteg.

Der Gemeinderat Rorschacherberg hatte es in der Hand, das Projekt Steg in eine vernünftigere Richtung zu lenken. Auf den Antrag, günstiger zu projektieren, statt bereits an der Urne abstimmen zu lassen, ging er an der Bürgerversammlung im Frühling jedoch nicht ein; er pochte auf die auf gestern angesetzte Abstimmung. Mit dem Resultat, dass diese unendliche Geschichte nun weitergeht.

Der einzig vernünftige Weg ist jetzt ein runder Tisch mit Uferweg-Initianten, Anwohnern und Behördenmitgliedern. Nur wenn die Beteiligten zusammensitzen und gemeinsam eine Lösung für die verfahrene Situation finden, kann ein Projekt erarbeitet werden, das auch von einer breiten Bürgerschaft unterstützt wird.

rudolf.hirtl@tagblatt.ch