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Jetzt geht die Party richtig los

2005, ein Jahr nach Portugals Finalniederlage bei der Heim-EM, kam Rafael Sousa mit seiner Mutter in die Schweiz. Die beiden zogen zu Rafaels Vater, der heute mittlerweile seit 26 Jahren in St. Gallen lebt. Die Familie stammt aus der nordportugiesischen Stadt Braga.
Fejsal Sulejmani
Rafael Sousa, 22 Bauarbeiter (Bild: pd)

Rafael Sousa, 22 Bauarbeiter (Bild: pd)

2005, ein Jahr nach Portugals Finalniederlage bei der Heim-EM, kam Rafael Sousa mit seiner Mutter in die Schweiz. Die beiden zogen zu Rafaels Vater, der heute mittlerweile seit 26 Jahren in St. Gallen lebt. Die Familie stammt aus der nordportugiesischen Stadt Braga. Der 22jährige Rafael Sousa besuchte die Realschule und arbeitet seit fünf Jahren auf dem Bau.

Wie für die grosse Mehrheit der Portugiesen ist auch für ihn die EM in Frankreich ein Muss: «Fussball ist in meiner Heimat klar die populärste Sportart. Es fliesst viel Geld in den Fussball. Doch ich finde, man sollte öfters über andere Sportarten berichten und in diese mehr investieren.» Die Spiele schaut er sich meistens mit Kollegen beim Public Viewing in der AFG Arena an. An der Westküste der Iberischen Halbinsel werde momentan nur über die Europameisterschaft geredet. Der Sieg im Achtelfinale gegen Kroatien war überraschend für Rafael Sousa. Denn die Kroaten spielten im Gegensatz zu den Portugiesen eine sehr starke Vorrunde. Die portugiesische Seleção habe in der Abwehr ihre Probleme. Ausserdem dürfe nicht alles über Cristiano Ronaldo gehen. Doch für das Viertelfinale gegen die Polen ist Rafael positiv gestimmt: «Ich tippe auf ein 2:0.» In Rorschach ist der Futsal-Club Benfica zu Hause. Der Verein spielt in der höchsten Spielklasse der Schweiz mit. Rafael Sousa, ein Fan des FC Porto, betont, dass es bei Auftritten der Nationalmannschaft keine Konflikte zwischen den drei grossen Vereinen Benfica, Porto und Sporting gebe. Nicht im Team und auch nicht bei den Fans.

Die Tugas, Spitzname für Portugiesen, in der Region St. Gallen treffen sich hin und wieder in portugiesischen Bars und Cafés. In der Region dürften es um die zehn Stück sein, meint Rafael Sousa. Er selber ist aber überall anzutreffen. Egal, wer Besitzer oder Stammgäste eines Lokals seien. Am meisten an Portugal würden dem 22-Jährigen die schönen Latina-Frauen fehlen, sagt er.

Ob heute abend Rafael mit Freunden wieder beim Marktplatz jubelt und die Innenstadt von Hupkonzerten geweckt wird, zeigt sich nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Felix Brych.

Bild: Fejsal Sulejmani

Bild: Fejsal Sulejmani

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