Jeder zehnte Schüler hat Läuse

Kopfläuse gibt es seit Menschengedenken und sie kommen auf der ganzen Welt vor. In einigen Ländern sind sie gar häufiger als alle anderen ansteckenden Kinderkrankheiten zusammen. Entgegen einer weitverbreiteten Meinung haben Läuse nichts mit mangelnder Hygiene zu tun.

Drucken
Teilen

Kopfläuse gibt es seit Menschengedenken und sie kommen auf der ganzen Welt vor. In einigen Ländern sind sie gar häufiger als alle anderen ansteckenden Kinderkrankheiten zusammen. Entgegen einer weitverbreiteten Meinung haben Läuse nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Es gilt: Grundsätzlich kann jeder, der Haare auf dem Kopf hat, Läuse bekommen. Und ein Befall ist kein Grund, sich zu schämen. Wegen ihres sozialen Verhaltens sind Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren besonders häufig betroffen. Zahlenmaterial zum Lausbefall in der Schweiz gibt es gemäss www.kopflaus.ch nicht. Wie die «Sonntagszeitung» kürzlich schrieb, gehen Fachleute aber davon aus, dass mindestens jedes zehnte Schulkind in unserem Land einmal pro Jahr Läuse hat. Mit neuen Pestiziden hatte man die Läuse in den 1950er- und 60er-Jahren europaweit unter Kontrolle. Seit den 80er-Jahren ist der Lausbefall wieder gestiegen und er nimmt gemäss Schätzungen weiter zu. Ein Grund sei die zunehmende Resistenz der Läuse gegen handelsübliche Mittel. Aber auch die interkulturelle Durchmischung beim Reisen. In den Schulen treten Läuse denn auch vor allem nach den Sommer- und Herbstferien auf. (cor)

Aktuelle Nachrichten