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«Jeder will gruseliger als der andere sein»

Horror-Clown-Masken sind im Trend. Im Kostümverleih in Mörschwil besteht allerdings keine Nachfrage. In der Gruselnacht stockt die Polizei aber auf.
Angelina Donati
Grusel kennt keine Grenzen: An Halloween machen es sich viele zum Spass, anderen einen Schrecken einzujagen. (Bild: Erik S. Lesser/EPA)

Grusel kennt keine Grenzen: An Halloween machen es sich viele zum Spass, anderen einen Schrecken einzujagen. (Bild: Erik S. Lesser/EPA)

Sie pirschen sich in der Dunkelheit an und können Passanten in Angst und Schrecken versetzen: Horror-Clowns. Es ist in den USA, in Schweden und Deutschland längt im Trend, dass sie in der Halloween-Nacht am 31. Oktober durch die Gegenden ziehen und Unsicherheit verbreiten. Dort lösen solche Vorstellungen regelrechte Hysterien aus. Jüngst ereigneten sich in Deutschland Vorfälle mit Verletzten.

Im Vergleich zum Clown, wie man ihn im eigentlichen Sinne kennt, trägt die abgeleitete Version eine gruselige Maske und schaurige Kleider. Verstärkt wird der angsteinflössende Auftritt meist auch mit einem Messer, einer Axt oder einer Motorsäge in der Hand.

Kostüme wieder in gutem Zustand zurückgeben

In die Schweiz haben die Horror-Clowns allerdings noch nicht recht gefunden. Das stellt auch Andrea Wirth, die Geschäftsführerin von Andy's Kostümverleih in Mörschwil, fest. Die Nachfrage nach Kostümen für die Halloween-Nacht in ihrem Geschäft sei generell gering, sagt sie. «Das hat wohl damit zu tun, dass dieser Brauch noch nicht wirklich bei uns angekommen ist.» Wenn Kostüme oder Requisiten gekauft werden, dann eher im Internet. «Jeder will gruseliger als der andere sein.» Von einigen Kunden weiss die Kostümverleih-Besitzerin, dass sie zu Hause selber Kostüme kreieren, um diese an einer privaten Party zu tragen. Als weiteren Grund nennt sie die Sorgfaltspflicht. «Da die Kostüme in einem guten Zustand zurückgegeben werden müssen, entscheiden sich die einen womöglich, sich gleich selber eines zu kaufen.» Komme hinzu, dass ein solcher Kauf diskreter sei.

Kinder verwenden Fasnachtsartikel

In Mörschwil gebe es in der Halloween-Nacht ein paar kleine Gruppen von Kindern, die, teils in Begleitung der Eltern, von Haus zu Haus ziehen und nach Süssigkeiten fragen. «Sie kleiden sich meist mit verbleibenden Requisiten aus der Fasnachtszeit ein oder funktionieren ein Leintuch in einem Umhang um.» Von Halloween, wie man es in den USA kenne, sei hier nach wie vor nicht gross etwas zu spüren, sagt Andrea Wirth.

Umso gefragter sind die Kostüme aus ihrem Laden aber für private Parties, die unter einem Motto stattfinden. Besonders beliebt bei den Männern sei der Mafioso. Aber auch die 70er-Jahre haben es den Kunden angetan, Krimi-Abende und seit Neuestem «The Great Gatsby». Gefragt seien aktuell natürlich Dirndl und Lederhosen. Denn die Zahl an Oktoberfesten nimmt von Jahr zu Jahr weiter zu.

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