Jede Woche ein Bauernbetrieb weniger

Jeden fünften Tag gibt im Kanton St. Gallen ein Landwirt seinen Betrieb auf. Vor allem sinkende Einnahmen bei der Milch und tiefere Preise bei den Schweinen wirkten sich negativ auf das bäuerliche Einkommen aus, heisst es im Jahresbericht des St. Galler Bauernverbands.

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Jeden fünften Tag gibt im Kanton St. Gallen ein Landwirt seinen Betrieb auf. Vor allem sinkende Einnahmen bei der Milch und tiefere Preise bei den Schweinen wirkten sich negativ auf das bäuerliche Einkommen aus, heisst es im Jahresbericht des St. Galler Bauernverbands. Seit dem Jahr 2000 ist im Kanton ein Fünftel der Landwirtschaftsbetriebe verschwunden. Dabei gibt es regional grosse Unterschiede: Während im Rheintal 30 Prozent der Bauern ihren Betrieb aufgaben, waren es im Toggenburg 16 Prozent.

Die landwirtschaftliche Nutzfläche im Kanton liegt noch bei 72 770 Hektaren. Weiter rückläufig ist die Ackerfläche, welche noch 4508 Hektaren ausmacht. Die ökologische Ausgleichsfläche ist mit 7808 Hektaren um 73 Prozent höher als die gesamte bebaute Ackerfläche. Beim Rindvieh und bei den Schweinen sind die Zahlen leicht rückläufig, dagegen nehmen die Bestände bei den Schafen, Ziegen und vor allem beim Geflügel ständig zu, wie es weiter heisst.

Die Zahl der Biobetriebe stieg im 2012 um 0,6 Prozent auf 411 Betriebe. 76 Prozent der St. Galler Landwirtschaftsbetriebe haben auf besonders tierfreundliche Haltung umgestellt. 2012 produzierten die St. Galler Milchbauern eine Rekordmenge; die 325 Millionen Kilogramm Milch entsprechen zehn Prozent der Schweizer Milchproduktion. (sda)

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