Jede Partei mit einer Frau im Stadtparlament

Bunt gemischt ist das neue Gossauer Stadtparlament. Es gibt «jüngere» und «ältere» Parteien, Lehrer und Landwirte sowie Frauen in jeder Partei.

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GOSSAU. Das Gossauer Stadtparlament für die Legislatur 2013 bis 2016 ist gewählt. Überrascht hat am vergangenen Wahlsonntag vor allem die SVP, welche – entgegen dem Trend der letzten Nationalrats- und Kantonsratswahlen – einen Sitz im Parlament dazu gewinnen konnte und neu mit neun Sitzen vertreten ist (Ausgabe von gestern). Die stärkste Partei bleibt jedoch auch in der kommenden Amtsdauer – trotz Sitzverlust – die CVP mit zehn Sitzen. Weiterhin mit vier Sitzen wird die FDP vertreten sein sowie die Flig, die nach einem Sitzverlust neu ebenfalls vier Sitze innehat. Die SP hat dank eines Sitzgewinns Fraktionsstärke erreicht und wird künftig mit drei Mitgliedern vertreten sein.

Frauenanteil bleibt gleich

Die Sitzverschiebungen werden keine grossen Auswirkungen auf die politische Ausrichtung des Parlaments haben. Es wird weiterhin bürgerlich politisiert.

Unverändert bleibt auch der Frauenanteil im Parlament. Fünf an der Zahl, oder 17 Prozent, sind es auch in der kommenden Legislatur. Neu ist jedoch die Verteilung auf die Parteien. Waren es bis anhin zwei Frauen in der CVP, zwei bei der Flig und eine in der SVP, wird künftig jede Partei, also SP, Flig, CVP, FDP und SVP, mit je einer Frau in der Legislative vertreten sein. Abgewählt wurde Katrin Rutz von der Flig, nicht wieder angetreten ist Franziska Geser-Burch von der CVP. Neu ins Parlament gewählt wurden Ruth Schäfler (FDP) und Monika Gähwiler-Brändle (SP).

Sechs Lehrer im Parlament

Mit einem Durchschnittsalter von 45 Jahren ist die SVP die «jüngste Partei» im Gossauer Stadtparlament. Zudem hat sie als einzige Partei Parlamentarier, die unter 30 Jahre alt sind. Diese sind der Bisherige Thomas Künzle sowie der neugewählte Alois Künzle jun. Mit einem Durchschnittsalter von 46 Jahren können die SP und die CVP ebenfalls als «junge Parteien» bezeichnet werden. Flig- und FDP-Parlamentarier hingegen sind im Durchschnitt 56 Jahre alt. Beide Parteien haben kein Mitglied, das jünger als 40 ist.

Der Lehrerberuf ist im neu bestellten Parlament am häufigsten vertreten. Insgesamt sechs der 30 Parlamentarier unterrichten an einer Primar-, Sekundar- oder Berufsschule oder dozieren an einer Uni. Drei der sechs Lehrer gehören der Flig an. Insgesamt vier aller Parlamentsmitglieder sind Landwirte (zwei von der CVP und zwei von der SVP). Und elf Mitglieder geben als Beruf Unternehmer, Geschäftsführer, Kaufmann, Ökonom oder Berater an. (daw)