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JAZZ: Die kleine Bühne für die grossen Namen

Die Konzertreihe «Kleinaberfein» wird fünf Jahre alt. Begangen wird das Jubiläum mit einer variationsreichen Konzertreihe. Und der Name bleibt Programm.
Ohne Firlefanz: Der Musiksaal der diözesanen Kirchenmusikschule am Gallusplatz. (Bild: Michel Canonica (17. Januar 2016))

Ohne Firlefanz: Der Musiksaal der diözesanen Kirchenmusikschule am Gallusplatz. (Bild: Michel Canonica (17. Januar 2016))

Kultur ohne Firlefanz, in gediegener Atmosphäre und meist akustisch: diesem Konzept hat sich «Kleinaberfein» seit 2013 verschrieben. In diesem Jahr feiert die Konzertreihe rund um den Kulturjournalisten Richard Butz mit zehn Konzerten ihr fünfjähriges Bestehen. Gespielt wird wie auch in den letzten Jahren vor allem Jazz- und Weltmusik.

Wirklich klein ist am Projekt jedoch nur der Veranstaltungsort und die schlichte technische Infrastruktur. Denn die nationalen und internationalen Künstlerinnen und Künstler, die im Musiksaal der diözesanen Kirchenmusikschule am Gallusplatz zu Gast sind, gehören oft zu den Besten ihres Fachs. So etwa der südafrikanische Jazzpianist Kyle Shepherd oder die Schweizer Pionierin des Free Jazz, Irène Schweizer. «Zwei absolute Highlights der letzten Jahre», wie Butz schwärmt. Den Auftakt des Jubiläumsprogramms macht der «Musiksonntagost» am 14. Januar, an dem Butz Ausschnitte aus Musikfilmen kommentiert. Am Nachmittag ist das Augur Ensemble zu Gast, dem auch der im Appenzellerland lebende Pianist Fabian M. Mueller angehört. Das St. Galler Theater am Tisch präsentiert am 4. März zusammen mit dem Gitarristen Peter Lutz den Bestsellerroman «Zündels Abgang» von Markus Werner. Ende April steht ein Impro-Jazz-Konzert auf dem Programm, mit dem Saxofonisten Christoph Erb, dem französischen Geiger Frantz Loriot und dem japanischen Cellisten Morishige Yasumune.

«Wir bieten Musik für offene Ohren»

Das Quintett This Against That, das am 27. Mai bei «Kleinaberfein» zu Gast ist, würde eigentlich auf eine grosse Bühne gehören, so Butz. Neben dem amerikanischen Trompeter Ralph Alessi tritt auch Ravi Coltrane, der Sohn der Jazzlegende John Coltrane, auf. Wie schon viele vor ihnen, spielen aber auch sie im Saal der Kirchenmusikschule.

Butz ist sich bewusst, dass es sich bei «Kleinaberfein» um ein Nischenprogramm handelt. Er betont aber: «Wir bieten Musik für offene Ohren. Wer zu uns kommt, kann sich auf Qualität verlassen.» Die Finanzierung des Projekts ist jedoch alles andere als sicher. Ohne die Unterstützung von Stiftungen und der öffentlichen Hand wäre die Durchführung nicht möglich. Damit grosse Namen aber weiterhin nach St. Gallen kommen, wurde 2017 ein Förderverein gegründet.

Matthias Fässler

matthias.faessler@tagblatt.ch

www.kleinaberfein.sg

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