JAHRESRÜCKBLICK: Wegweisendes Wahljahr

Zahlreiche emotionale Debatten und eine grosse Schlammschlacht: Das politische Jahr 2016 der Region Rorschach ist von Kampfwahlen geprägt. In der Hafenstadt werden die Weichen für die Zukunft gestellt.

Linda Müntener
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Oktober: Die «Visitenkarte zwischen Stadt und See» soll aufgewertet werden. Die Stadt Rorschach präsentiert ihre Pläne für Hafenplatz, Hafengebäude und Kornhaus. (Bild: Hardy Buob)

Oktober: Die «Visitenkarte zwischen Stadt und See» soll aufgewertet werden. Die Stadt Rorschach präsentiert ihre Pläne für Hafenplatz, Hafengebäude und Kornhaus. (Bild: Hardy Buob)

Linda Müntener

linda.muentener@tagblatt.ch

Mit dem Jahr 2016 geht für die Region ein Wahljahr zu Ende. Die Kantonsratswahlen im Februar und die Gesamterneuerungswahlen im September und November haben die politische Agenda dominiert. Der Wahlkampf war emotional – vor allem in Steinach.

Wie schon 2012 steht Gemeindepräsident Roland Brändli in der Kritik. Die Gemeinderäte Andreas Müller (GLP) und Michael Aebisegger (parteilos) fordern ihn heraus, unterstützt von der IG Steinach. Auch SVP und CVP sprechen sich gegen Brändli aus. Dennoch schafft der Gemeindepräsident die Wiederwahl im ersten Wahlgang.

2016 kommen zukunftsweisende Sachgeschäfte an die Urne. Die Rorschacher genehmigen die Kredite für den Ausbau des Stadtbahnhofs und die Strassenunterführung. Ein Meilenstein für die Entwicklung des Stadtzentrums. Das Zentrum gibt auch in Goldach zu reden: 958 Stimmbürger nehmen im März an der Bürgerversammlung teil. Die geplante Strasse durchs Mühlegut spaltet das Dorf. Hauchdünn setzt sich das Projekt des Gemeinderats nach einer langen emotionalen Debatte durch.

Hoch gehen die Emotionen auch in Rheineck. Der Stadtrat heisst im Sommer ein Hilfegesuch des Kantons gut und nimmt 100 Flüchtlinge in der Militär- und Zivilschutzanlage auf. Damit sind nicht alle Bürger einverstanden. Der Rat hält an seinem Entscheid fest. Die anfängliche Unsicherheit in der Bevölkerung legt sich wieder.

Die «Visitenkarte» zwischen Stadt und See aufwerten

2016 ist auch ein Jahr der Hoffnung. Auf dem Hafenareal in Rorschach soll es endlich vorwärts gehen. Der Stadtrat präsentiert im Oktober seine Pläne für die «Visitenkarte zwischen Stadt und See»: die Neugestaltung des Hafenplatzes, ein neues Hafengebäude und die Sanierung des Kornhauses. Ins Projekt A1-Anschluss Witen kommt ebenfalls Bewegung: Das Bundesamt für Strassen hält einen Tunnel mit neun Prozent Gefälle für realisier- und vertretbar. Die Befürworter sind zuversichtlich, dass damit die wichtigste Hürde für den Anschluss genommen ist.

Februar: Rorschachs Stimmberechtigte genehmigen die Kredite für den Ausbau des Stadtbahnhofs und die Strassenunterführung. (Bild: PD)

Februar: Rorschachs Stimmberechtigte genehmigen die Kredite für den Ausbau des Stadtbahnhofs und die Strassenunterführung. (Bild: PD)

März: 958 Stimmbürger nehmen an der Goldacher Bürgerversammlung teil. Die geplante Strasse durchs Mühlegut spaltet das Dorf. (Bild: lim)

März: 958 Stimmbürger nehmen an der Goldacher Bürgerversammlung teil. Die geplante Strasse durchs Mühlegut spaltet das Dorf. (Bild: lim)

Juni: Die Stadt Rheineck unterstützt den Kanton und nimmt 100 Flüchtlinge in ihrer Militär- und Zivilschutzanlage auf. (Bild: rtl)

Juni: Die Stadt Rheineck unterstützt den Kanton und nimmt 100 Flüchtlinge in ihrer Militär- und Zivilschutzanlage auf. (Bild: rtl)

Juli: Der Wahlkampf um die Gesamterneuerungswahlen ist lanciert. Wahlplakate an Strassen und in Gärten prägen das Bild. (Bild: lim)

Juli: Der Wahlkampf um die Gesamterneuerungswahlen ist lanciert. Wahlplakate an Strassen und in Gärten prägen das Bild. (Bild: lim)

August: Das Rorschacher Schulhaus Schönbrunn ist fertig saniert. Beim Zügeln packen alle mit an. (Bild: sag)

August: Das Rorschacher Schulhaus Schönbrunn ist fertig saniert. Beim Zügeln packen alle mit an. (Bild: sag)

September: Steinachs umstrittener Gemeindepräsident Roland Brändli (r.) setzt sich gegen seine beiden Herausforderer durch. (Bild: rtl)

September: Steinachs umstrittener Gemeindepräsident Roland Brändli (r.) setzt sich gegen seine beiden Herausforderer durch. (Bild: rtl)

November: Der Autobahnzubringer Witen nimmt eine Hürde. Das Astra gibt grünes Licht für eine Steigung mit mehr als fünf Prozent. (Bild: ZVG)

November: Der Autobahnzubringer Witen nimmt eine Hürde. Das Astra gibt grünes Licht für eine Steigung mit mehr als fünf Prozent. (Bild: ZVG)