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JAHRESRÜCKBLICK: Der St.Galler Hauptbahnhof als Höhepunkt

Die Bautätigkeit in der Stadt St. Gallen ist weiterhin hoch. Im zu Ende gehenden Jahr sind viele grosse Projekte in Angriff genommen oder abgeschlossen worden. Die Zahl der bewilligten Wohnungsneubauten ist jedoch regelrecht eingebrochen.
David Gadze
Bahnhof und Bahnhofplatz nahmen 2017 langsam ihre neue Gestalt an. (Bild: Benjamin Manser (12. Oktober 2017))

Bahnhof und Bahnhofplatz nahmen 2017 langsam ihre neue Gestalt an. (Bild: Benjamin Manser (12. Oktober 2017))

David Gadze

david.gadze@tagblatt.ch

Auch in diesem Jahr ist in St. Gallen mit der grossen Maurerkelle angerichtet worden. Zahlreiche grosse Bauprojekte sind in Angriff genommen oder abgeschlossen worden. Die wichtigste Neuerung betrifft den Hauptbahnhof und den Bahnhofplatz. Dieser ist samt dem Herzstück, dem neuen Bushof, im Oktober nach mehr als zweijähriger Bauzeit «wiedereröffnet» worden. Und nachdem bereits seit Februar die neuen Schalter der SBB in der Ladenpassage in Betrieb sind, ist seit Mitte November auch die umgebaute Bahnhofhalle wieder zugänglich.

Die Bauarbeiten sind allerdings noch nicht ganz abgeschlossen. Im kommenden Jahr werden noch der Kornhausplatz und das Bahnhofpärkli fertiggestellt. Ebenfalls gebaut wird noch an der neuen Rathausunterführung, die seit dem 8. Dezember nach einjähriger Sperrung wieder begehbar ist. Sie wird bis im Sommer mit Ladenlokalen ausgestattet. Das nördliche Ende der Rathausunterführung mit dem Aufgang zur Rosenbergstrasse folgt bis im Herbst 2018. Die neue Ankunftshalle hingegen wird schon früher fertig. Der beleuchtete Glaskubus dürfte im Januar vollendet sein.

Auch wenn noch nicht alle Arbeiten am Hauptbahnhof und am Bahnhofplatz abgeschlossen sind, lässt sich jetzt schon sagen: Die Modernisierung des wichtigsten ÖV-Knotens der Ostschweiz ist im Grossen und Ganzen gelungen. Über die Gestaltung und vor allem über die Grösse der neuen Busunterstände gehen die Meinungen zwar auseinander, die Infrastruktur entspricht jetzt aber den Anforderungen einer Zentrumsstadt.

St. Fiden und Marktplatz sind aufgegleist

Ein neuer Stadtteil soll dereinst rund um den Bahnhof St. Fiden entstehen. Gebaut wird zwar noch lange nicht, doch immerhin ist kürzlich die Testplanung für das Areal zu Ende gegangen. Im kommenden Jahr will die Stadt einen Masterplan erarbeiten und die Vision einer grossen Bebauung beidseits des Bahnhofs weiter konkretisieren. Mit der Lancierung eines Ideenwettbewerbs nimmt sie auch einen neuen Anlauf für die Neugestaltung von Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt.

Nach einer einjährigen Totalsanierung konnte nach den Sommerferien das rundum erneuerte Schulhaus St. Leonhard bezogen werden. Im 130-jährigen Gebäude sind seither auch die Schülerinnen und Schüler des Schulhauses Tschudiwies untergebracht. Dieses wurde geschlossen. Die Fertigstellung des ans Schulhaus St. Leonhard angrenzenden Neubaus mit der Turnhalle und der Tagesbetreuung verzögerte sich jedoch. Seit November können Schüler in der Halle turnen, ab Februar auch Vereine.

Zahl der Baugesuche ist rückläufig

Das Amt für Baubewilligungen habe «ein vergleichsweise ruhiges Jahr» hinter sich, sagt Ivan Furlan, der die Leitung am 1. August von Ernst Michel übernommen hat. 2017 seien bei der Baupolizei rund 810 Baugesuche eingegangen. Im Vorjahr waren es noch 889. Das entspricht einem Rückgang von neun Prozent. Auffallend stark zurückgegangen ist die Zahl der bewilligten Wohnungen. Sie sank von 315 im Vorjahr auf 211. Das ist ein Drittel weniger. Gleichzeitig hat die Zahl der fertiggestellten Wohnungen markant zugenommen. Sie ist von 183 auf 226 gestiegen, also um 23 Prozent. Beide Werte liegen unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Seit 2008 wurden knapp 3000 Wohnungen bewilligt, also rund 300 pro Jahr. 2650 wurden in dieser Zeit fertiggestellt.

Die Gründe für diese Schwankungen könne er nicht nennen, sagt Furlan. «Das wäre reine Spekulation.» In den vergangenen zehn Jahren habe es aber immer wieder grosse Schwankungen gegeben. So wurden 2008 noch über 500 Wohnungen bewilligt. Bis 2013 sank die Zahl kontinuierlich auf 141, um sich danach innert zweier Jahre auf 380 fast zu verdreifachen. Ähnliche Schwankungen sind zeitverschoben auch bei den fertiggestellten Wohnungen zu beobachten. «Diese Ausschläge lassen sich nicht immer begründen», sagt Furlan. Ein Trend für das kommende Jahr zeichne sich noch nicht ab. «Ich gehe aber davon aus, dass die Bautätigkeit auf dem Niveau des zu Ende gehenden Jahres bleiben wird.»

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